Neuer Formel-1-Qualifiying Modus

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    • Neuer Formel-1-Qualifiying Modus

      Wie findet ihr den neuen Modus des Formel-1-Qualifiyings? 11
      1.  
        Finde ich sehr gut (1) 9%
      2.  
        Finde ich gut (0) 0%
      3.  
        Ist OK (1) 9%
      4.  
        Ist schlechter als das alte Qualifiying (7) 64%
      5.  
        Ich muss mir überlegen ob ich mir dass noch anschaue (2) 18%
      Die neue Qualifikation mit 22 Fahrern soll auch künftig insgesamt 60 Minuten dauern. In der ersten 16-minütigen K.o.-Phase, dem sogenannten Q1, soll nach sieben Minuten der langsamste Fahrer ausscheiden. Alle 90 Sekunden fliegt ein weiterer Pilot raus. Danach bleiben noch 15 Fahrer übrig.

      Das neue Q2 wird 15 Minuten dauern. Nach bereits sechs Minuten muss der Pilot am Ende der Zeitentabelle ausscheiden. Alle 90 Sekunden fliegt wieder ein Fahrer raus, bis am Ende dieser K.o.-Phase noch acht übrig bleiben.
      Im 14-minütigen Q3 beginnt das Ausleseverfahren unter den letzten 8 bereits nach fünf Minuten. Auch hier fliegt anschließend alle 90 Sekunden ein weiterer Fahrer raus. In die letzten 90 Sekunden starten demnach noch zwei Piloten.

      Die letzten 2 bekommen ein shootout um die Pole Position.


      Wie findet ihr den Modus. Was fändet ihr am besten. Ich finde grade gut das wir in allen 90 Sekunden Phasen viele Autos der kleinen Teams sehen werden. Dann ein Duell der besten Zwei am Ende als Höhepunkt. Klingt wirklich gut.
      Was denkt ihr?
    • ich finde es irgendwie daneben. Die Formel 1 hat wichtigere Probleme. Der Qualifying Modus war so wie er war ganz gut. Wenn man dauerhaft das Reglement ändert, verschreckt das die Fans nur noch mehr. Man sehnt sich doch nach nem stabilen Reglement. Das neue mag vllt ein kleines Problem (zu wenig Fahrbetrieb) lösen, aber gerade jetzt, wo die F1 in einer derartigen Krise steckt, sollte man die Fans nicht noch mit unnötig komplizierten Regeländerungen nerven. Man kriegt den Eindruck als Fan, dass sich die Verantwortlichen nicht dem Ernst der Lage bewusst sind und sich deswegen mit sowas hier beschäftigen.
      Wie es genau weitergehen wird mit der F1 (oder besser gesagt, ob es überhaupt weitergeht), weiß im Moment niemand, aber Hauptsache man ändert erst mal den Qualifyingmodus...
    • Ich werde mir auch die ersten paar Qualis anschauen und mir daraufhin eine Meinung bilden.

      Was mir nur auffällt ist, dass die Formel 1 eher komplizierter im Regelwerk und damit zuschauerunfreundlicher als einfacher und damit zuschauerfreundlicher wird. Selbst den absoluten Cracks der Szene fällt es schwer, dieses System zu kapieren, wie sollen dann neue Zuschauer gewonnen werden, die die Formel 1 durch ihr Geld am Leben erhalten?

      20 Minuten Qualifikation mit unbegrenzter Rundenzahl und möge der Beste Fahrer gewinnen, sowas lieben die Zuschauer und nicht eine taktikgeprägte Formel 1.
    • Angenommen, die langsamen Fahrer möchten in Q1 in jeden 90 Sekunden in Spa (Rundenzeit mind. 1:47) über die Ziellinie kommen, haben sie nach meinen Amateurberechnungen ein Zeitfenster von 10-20 Sekunden je nach Berechnung, um keine 90 Sekunden zu verpassen und so jede Rundenchance zur Verbesserung der Zeit zu nutzen. Man bemerke bei mindestens 12 infrage kommender Autos schon die Staugefahr innerhalb der 10-20 Sekunden.

      Für die Großen spielt das keine Rolle, denn die können es sich leisten, das ein oder andere 90 Sekundenfenster nicht zu fahren, deren Zeit sollte in Q1 zumindest reichen. Das Beispiel soll zeigen, dass das Format nur auf Zeitmanagement nicht aber auf die wahren Qualitäten der Piloten hin ausgelegt ist.

      Ich befürchte gerade zu Beginn, dass wir viele Urteile am grünen Tisch erleben werden und sich so für den Zuschauer ein absolut falsches Bild von der am Ende tatsächlich relevanten Aufstellung ergibt. Im Übrigen verstehe ich nicht, warum man das nicht innerhalb eines Qualiabschnittes abhandelt, sondern immernoch 3 Abschnitte braucht. Und wozu brauche ich dann überhaupt 3 verschiedene Reifenmischung, wenn am Ende jeder sowas auf der weichsten fahren muss?
    • Ich bin mir über den Wert dieser Regeländerung noch unsicher.

      Vorteile:

      - mehr Betrieb auf der Rennstrecke
      => größere Spannung für die Zuschauer

      - ganz am Ende nur noch zwei Fahrer, die um die Pole fahren
      -> bei gegebener Konstellation (Ebenbürtigkeit der Gegner) m.M.n. richtig gut, da diese beiden z.B. keinen Verkehr mehr auf der Strecke haben, der sie behindern könnte
      => gleichwertiger Zweikampf mit großer Spannung

      - wahrscheinlich verschobene Endergebnisse in den ersten Qualifying, da die Teams sich erst an diese Regelung gewöhnen müssen



      Nachteile:


      - nach der Eingewöhnungsphase kehrt Monotonie der vorherigen Modi wieder ein

      - wie bereits von anderen genannt starke Verkomplizierung der Regeln
      => potenzielle/alteingesessene Fans könnten verschreckt werden

      (- Reifen könnten ein Problem darstellen
      -> gleiches Limit an Reifensätzen wie im vorherigen Jahr
      => Qualifying wieder von Taktikspielchen wie Reifensparen dominiert)

      Insgesamt kann man sagen, dass dieser neue Modus Vor- und Nachteile hat.
      Bei den Punkt mit den Reifen bin ich mir noch unsicher, ob das überhaupt zutreffen wird, aber ich halte dies für erwähnenswert.
      Falls es sich aber als richtig herausstellt, dann muss die FIA das Limit der Reifensätze lockern, um das Potential dieses Modus zu entfalten.
      Aber eine Regeländerung an sich finde ich gerechtfertigt, da das ich Alte eher als langweilig empfand.

      Man kann eine richtige Bewertung erst nach einigen Praxisbeispielen abgeben, jedoch bin ich wie F1Alonsomaniac pessimistisch eingestimmt, da es an dem großen Problemen der Formel 1
      nicht viel ändern wird. Im Negativfall wird die ganze Situation nur noch verschlimmert und die Formel 1-Regeln rutschen weiter in eine komplizierte Wissenschaft für sich ab, die noch weniger ernst genommen wird, als es jetzt schon der Fall ist.
    • Ja das mit dem Stau habe ich mir gestern auch gedacht, da sind dann 22 Autos gleichzeitig unterwegs und behindern sich gegenseitig

      Das Problem wird sein, wie soll ein Fahrer eine schnelle Runde fahren wenn vor ihm z.B. 3 langsame Autos oder auch mehr sind die ihn aufhalten und er keine freie Fahrt hat.

      Auf Motorsport Magazin com gab es auch eine nette Umfrage und 48 % meinten die Formel 1 hat ganz andere Baustellen als die Änderung des Qualiformats, 31% finden es top und die restlichen 21 % meinten der alte Qualimodus war ok.

      @RaceFan du sprichtst da was wichtiges an, wenn die Rundenzeit nämlich länger als 1:30 ist, könnte es sich echt ziemlich knapp ausgehen.

      Ich glaube auch dass es da noch so einige Probleme geben wird bzw. Diskussionen usw.
      Gute Besserung Michael.
      R.I.P Jules Bianchi

      helgaformel1.blogspot.co.at
    • Das Qualifying braucht überhaupt keinen besonderen Modus, dh. wie es früher war, war es am besten: Freitags 1 Stunde oder 1.5 Stunden, Samstags nochmal dasselbe. Wer in dieser Zeit die schnellste Runde fuhr (egal mit wieviel Benzin, wievielen Runden und welchen Reifen) hat die Pole.
      Dh. Das Qualifying war eben ursprünglich kein Rennen vor dem Rennen sondern diente nur dazu die Startaufstellung für das Rennen zu ermitteln. Erst seit dieser Giftzwerg nur noch Karten für das ganze Wochenende verkauft, muss er dafür sorgen, dass er den Zusehern am Samstag was bietet. Da fängt für mich das ganze Schlamassel an. Folglich kann ich nur den Kopf schütteln über was da neuerdings geplant ist...
    • Es ist symptomatisch für die moderne F1, dass eine gravierende Regeländerung mal wieder in dem Bereich erfolgt, in dem sie am wenigsten benötigt wird. Die Qualis waren in der vergangenen Saisons zwar oft relativ langweilig, was einfach daran lag, dass es meist sehr dominante Teams gab, weshalb maximal 2 Fahrer ernsthaft um die Pole kämpften.
      Aber letztlich war es trotzdem fair und es stand in aller Regel auch die beste Kombination aus Auto und Fahrer vorne, was mMn auch schlichtweg gerecht ist, ob nun spannend oder nicht.

      Das neue Format verspricht mehr Spannung, mehr Überraschungspotential und weniger Raum für Fehler. Ich werde mir das auch erstmal ansehen, bevor ich ein endgültiges Urteil abgeben kann. Aber zunächst bin ich da sehr, sehr skeptisch, weil ich einfach den Mehrwert nicht sehe. Klar mag es ein bisschen spannender sein, dafür stellen sich andere Probleme wie der Verkehr oder die Nachvollziehbarkeit für den Zuschauer.
      Auf mich wirkt das letztlich - mal wieder - wie eine Änderung um der Änderung willen. Das bringt den Sport sicher nicht viel weiter nach vorn, kostet aber Unmengen an Ressourcen bei der Ausarbeitung und Realisierung, verschreckt u.U. die Zuschauer, da der "Normalo" da schlichtweg den Durchblick verliert, und darüber hinaus wird sich - wie bereits oben angesprochen wurde - auch hier nach einer gewissen Zeit wieder ein Gewöhnungseffekt einstellen und man ist keinen Schritt weiter als vorher.

      Würde man all die Energie, die man in so einen Käse buttert, mal in sinnvolle und zukunftsorientierte Neuerungen investieren, wäre man mMn einen deutlichen Schritt weiter als jetzt. So kann man nur darauf hoffen, dass den alten Ecclestone entweder bald das Zeitliche segnet oder er entgegen aller Erwartungen das Amt doch einem anderen überlässt. Vorher wird sich da leider nichts tun.
      "Demokratie hat ihren Preis. An ihr zu sparen, könnte aber teuer werden." - Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts
    • jens-neun/drei schrieb:

      Auf mich wirkt das letztlich - mal wieder - wie eine Änderung um der Änderung willen.


      Treffender kann man es nicht formulieren. Ecclestone wurde von den großen Teams ein Brotkrume hingeworfen, welcher für die großen Teams am wenigsten Einschnitte in deren dominanter Rolle bedeutet, andererseits auch Bernies fundamentales Wechselspiel befriedigen sollte. Ecclestone fällt seine eigene Präferenzpolitik jetzt auf die Füße, so krankt die Formel 1 weiter rum, denn gravierende Veränderungen - Hamilton hat die breiteren Reifen und V10 Motoren angesprochen - wären notwendig. Als Konsequenz drohte Bernie dann mit der Schaffung einer Konkurrenzserie GP1, wohl wissend dass es bereits eine GP2 gibt, für welche sich kaum ein Ottonormalzuschauer interessiert.

      Die Formel 1 braucht eine komplette Rückbesinnung auf ihre Wurzeln, zwar mag es sein, dass Mercedes mit knapp 1000 PS nunmehr den stärksten jemals produzierten Motor entwickelt hat, für die Fans ist das jedoch ein schwacher Trost, denn sie vermissen den bulligen V10 Sound, bei dem es bei jedem Gangwechsel in den Ohren nur so dröhnt. Freie Entwicklung und weg von den Tilke Strecken, Rückbesinnung auf Kiesbetten, Tankstopps und Vereinfachung der Aerodynamik hin zu mehr Fokus auf den Fahrer. Das neue Qualiformat ist ein Witz, weil es versucht die eigentlichen Brennpunkte der Serie zu verschleiern - meine Meinung.
    • kann euch beiden nur zustimmen! Ne GP1 Serie wäre ansich gar nicht mal schlecht. GP2 gefällt mir echt gut und auch die GP3 gibt fetten Sound ab (im Vergleich zu F1). Ich frage mich einfach nur noch, wie lange das noch so weitergeht. Spätestens nach 2015 hätte man alles in Frage stellen müssen, die F1 befand sich noch nie in einer so großen Krise wie aktuell. Die Akzeptanz der Zuschauer war nie geringer. Auch wenn sich die Jugend von heute vllt nicht mehr mit dem Besuch eines F1 Rennens anfreunden können (zu wenig Rahmenprogramm und Abwechslung laut Brawnie), liegt es doch auch an den immensen Ticketpreisen, den unverständlichen Regeln, einem mangelhaften Live-Erlebnis (kein Sound mehr) und viele wietere Dinge, die kein normaler Mensch versteht (sinnloses Entschärfen von Kurven, Kiesbetten abschaffen, die Komplexität der Motoren, diese Unfähigkeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen und dementsprechend zu handeln, Benzinsparen, das mit den Reifen, die Abkehr von Traditionsstrecken). Die F1 braucht keine Feinjustierung mehr, sie braucht einen radikalen Neuanfang, radikaler wie 1983, 2009 und 2014 zusammen. Ansonsten wird das baufällige Konstrukt zusammenfassen.
      Die F1 ist aktuell die hochentwickelste und technisch interessanteste F1, die es jemals gab. Nur das bringt einem wenig, wenn das dem allgemeinen Fan auf der Tribüne oder vorm Fernseher nicht vermittelbar ist. Das, was wir jetzt haben, ist einfach nur das Ergebnis von ner Politik, die nur die Interessen ein paar weniger reicher Menschen beachtet und auf den Fan scheißt, ums mal krass zu formulieren.

      Und ich glaub kaum, dass Mercedes über 900 PS hat. Höchstens 830 ca. Bei so eingeschränkten Entwicklungsmöglichkeiten kann man nicht innerhalb von 2 Jahren 200 PS holen, glaube ich. Lauda sagte Anfang 2014, dass der Verbrennungsmotor 580 PS hat, dazu kämen dann noch 160 PS Hybridpower.

      Ich bin mir sicher, ein V10 von 2005 würde mit Monza Setup die aktuelle F1 auf der Geraden locker wegziehen, ohne DRS versteht sich...
    • Die jüngeren Menschen in diesem Forum werden sich jetzt die Frage stellen, wovon wir da reden. Das war früher die Realität und ich sehne sie Rennen für Rennen wieder herbei. Ganz ehrlich, eine Qualifikation soll die schnellsten Piloten ermitteln, warum muss man das durch innovative Formate künstlich spannend machen. Durch freie Entwicklungsmöglichkeiten könnten sich innerhalb von zwei Rennen die Reihenfolge so verschieben, dass alleine daraus unterschiedliche Startreihenfolgen ergeben.

      Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass die Summe der Prozentzahlen in der Umfrage aktuell 101% der Menschen repräsentiert? Finde ich irgendwie lustig, dass auch die Software die Rundungsregeln gnadenlos durchzieht. :D
    • Richtig, Mercedes würde in der aktuellen Situation wohl sämtliche Qualifikations-Formate dominieren. Es geht mir auch nicht um die Dominanz eines Teams, denn die wird es egal unter welchem Reglement immer geben, mir geht es um die Einfachheit des jeweiligen Formats und für neue potenzielle Fans ist das neue Format in Kombination mit dem komplizierten Reifen Reglement einfach zu undurchsichtig und wirkt eher abschreckend.

      Am liebsten wäre mir wieder 60 Minuten freie Fahrt und die Schnellsten sind am Ende auch vorne. Es ist hier ja schon gesagt worden, aber es geht hier nur um die Startaufstellung fürs Rennen und da braucht es keine Show sondern Fakten. Aber ich gebe mich auch mit dem jetzigen alten Format zufrieden, das neue Format geht gar nicht, deshalb finde ich man sollte das alte Format jetzt auch konsequent durchziehen bis Saisonende.
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