Helme in John Frankenheimers Film ...

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    • Helme in John Frankenheimers Film ...

      Warscheinlich wir nicht nur mir in obengenanntem Kinofilm sicher aufgefallen sein, dass die 4 Hauptpersonen in der Handlung "ganz zufällig" ähnliche Nachnamen wie "richtige" GP-Fahrer haben ( also Aron, Sarti, Barlini und Stoddard statt Amon, Surtees, Bandini und Stewart ) sondern auch im Film deren Helme tragen (höchstwarscheinlich deshalb um im Film originales Filmmaterial der 1966er Saison glaubwürdig integrieren zu können).

      Da wo ich nicht ganz dahintergestiegen bin ist der von Yves Montand gespielte und am Ende so tragisch verunglückte Jean Pierre Sarti.
      Zum Teil trägt er im Film den für John Surtees typischen hellblauen Overall und den weißen Jethelm mit blauem Mittelstreifen. Bei 2 Rennen hingegen einen Weißen Overall und einen Helm den ich nicht kenne.
      Naheliegend wäre, dass das mit Surtees Abgang bei Ferrari mitten in der Saison zusammenhängt. Wessen Helm war das dann wirklich ? Parkes ? Giunti ? Wer weiß mehr ?
    • So viel ich Mal gehört habe ist der tragische Unfall des Titelhelden, an den Unfall von Wolfgang Berghe von Trips angelehnt.

      Das mit dem Helm weiß ich im Moment auch nicht, aber ich werde es recherieren.

      Ich werde mir den Film dazu nocheinmal ansehen, habe ihn ja auf Video bz. auf DVD überspielt.

      Der Abgang von Surtees könnte tatsächlich damit zutun haben dass der Titelheld einen anderen Helm trägt.

      Surtees hat ja das Team damals verlssen nachdem er sich mit Enzo Ferrari in Le Mans überworfen hatte.
      Gute Besserung Michael.
      R.I.P Jules Bianchi

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    • Könnte der Helm von Mike Parkes sein.

      1966 sind Bandini. Scarfiotti, Parkes und Surtees für Ferrari gefahren.

      Ich schreibe nämlichb gerade an einer Aufstellung aller Ferrari-Fahrer.

      Ich schaue heute dann noch einmal den Film und schaue was ich in meinem kleinen privat Archiv dazu finden kann.
      Gute Besserung Michael.
      R.I.P Jules Bianchi

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    • schaut gut aus

      das Muster, das über dem Brillenband sichtbar ist, könnt passen.
      Herzlichen Dank.
      Hab übrigens den Artikel über John Surtees' Jahre bei MV Agusta und Ferrari im aktuellen "Motor Sport" gelesen. Mit dem Chef ( Enzo Ferrari ) hat er nach eigenen aussagen eh ganz gut können. Das Problem war eher Eugenio Dragoni, der Rennleiter. Und eben Mike Parkes der Dragonis Intrigenstadel mitgetragen hat.
    • RE: schaut gut aus

      Original von Zaungast
      das Muster, das über dem Brillenband sichtbar ist, könnt passen.
      Herzlichen Dank.
      Hab übrigens den Artikel über John Surtees' Jahre bei MV Agusta und Ferrari im aktuellen "Motor Sport" gelesen. Mit dem Chef ( Enzo Ferrari ) hat er nach eigenen aussagen eh ganz gut können. Das Problem war eher Eugenio Dragoni, der Rennleiter. Und eben Mike Parkes der Dragonis Intrigenstadel mitgetragen hat.


      Ja Eugenio Dragoni wollte ja Lorenzo Bandini als neuen Star aufbauen, aber Surtees war der schnellere Mann.

      Und Surtees und Parkes haben sich nie besonders gemocht. Und Mike Parkes wollte umbedingt ein F1 Cockpit darum gab es da auch so einige Intriegen zwischen den Fahrern.

      Parkes war ja bei der Scuderia eher mehr der Test und Entwicklungsfahrer.


      Zum Bruch mit der Scuderia Ferrari kam es ja dann beim 24 Stunden Rennen von Le Mans 1966, nach dem man dort neben dem Fahrerduo Bandini/Guichet im ersten für den zweiten Ferrari das Trio Surtees/Parkes und Scarfiotti meldete.

      John Surtees sah das als Affront gegen seine Person, da er der Meinung war man würde ihm nicht zu trauen dass er die Renndistanz nur zusammen mit Parkes durchstehen würde, da er der Meinung war man würde ihn für nicht fit genug halten.

      Dazu sollte man aber erwähnen das John Surtees 1965 bei beim Can-Am Rennen in Mosport mit einem privaten Lola-Chevrolet-Can-Am einen schweren Unfall hatte.

      Da die Scuderia Ferrari an diesen Can-Am Rennen nicht teilnahm war Surtes mit einem Privaten Auto gestartet.

      Er wurde damals schwer verletzt ins Krankenhaus von Toronto eingeliefert.
      Er hat sich bei diesem Unfall einen komplizierten Beinbruch zugezogen.


      Surtees verlangte das man Ludovico Scarfiotte als dritten Fahrer wieder streichen sollte, was aber Dragoni und Enzo Ferrari ablehnten.

      Daraufhin packte John Surtees seine Sachen und ging nach England zurück.
      Gute Besserung Michael.
      R.I.P Jules Bianchi

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    • RE: durchaus

      Original von Zaungast
      Graf Trips gibt sicher ein würdiges Vorbild ab, war leider nicht allein in der langen Geschichte tragischer Ferrari-Helden.


      Leider.

      Wenn ich so darüner nach denke, ist es leider eine sehr lange Liste.

      Campari und Moll, in den 30ern

      Ab den 50ern: Ascari, Castellotti, de Portago, Musso, Collins, Charls de Tornaco
      Berghe von Trips, Bandini, Ricardo Rodriguez, Gilles Villeneuve.
      Gute Besserung Michael.
      R.I.P Jules Bianchi

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    • Hier habe ich noch ein Bild von Mike Parkes gefunden. Ich habe mir jetzt auch den Grand-Prix Film angeschaut.

      Also am Anfang des Filmes sieht ma eindeutige den weißen Helm mit dem blauen Streifen von Surtees und die Nr. 17, stimmt auch mit der Startnummer Surtees in Monaco überein, beim Rennen in Monza wo sich der Unfall vom Titelhelden Sarti ereignet sieht man meiner Meinung nach den Helm von Parkes, was auch wieder mit der orginal Startnummer 4 von Parkes überein stimmen würde.

      Der Filmheld Barlini startet in Monaco mit der Nummer 16 und in Monza mit der Nummer 2 was auch wieder diese These stüzen würde, da Bandini in Monaco mit der Nr. 16 und in Monza mit der Nr. 2 gestartet ist.


      Vergleich Mal den Helm von Parkes mit dem Helm im Film. Ich würde sagen es ist der selbe Helm.
      Gute Besserung Michael.
      R.I.P Jules Bianchi

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    • RE: schaut gut aus

      Original von Mister Ickx
      John Surtees sah das als Affront gegen seine Person, da er der Meinung war man würde ihm nicht zu trauen dass er die Renndistanz nur zusammen mit Parkes durchstehen würde, da er der Meinung war man würde ihn für nicht fit genug halten.



      Das hast es ja eh': Ferrari selbst hat das mit der Behandlung vom Unfall mit dem Lola T 70 übernommen. Interessanterweise hat Surtees "mangelnde Fitness" ihn bei dem Spa Sieg '66 nicht gestört.

      Surtees "Paranoia" dürft durchaus berechtigt gewesen sein, wenn man betrachtet wie's 10 Jahre später Lauda nach dem Feuerunfall ergangen ist.

      Und sein Pech war auch, dass er eh' nicht mehr allzu lang auf Dragonis Rücktritt warten brauchte ...
    • Mir ist noch eine Parallele zur Formel 1 und dem Film aufgefallen.

      Luigi Musso der ja beim Grand-Prix von Frankreich in Reims 1958 tödlich verunglückt ist, hatte eine Beziehung mit Fiamma Breschi obwohl er ja verheiratet war.

      Nach seinem tödlichen Unfall, nahm man Fiamma Breschi sogar den Schmuck weg den ihr Luigi Musso geschenkt hatte. (Familie und Witwe von Musso).

      Diese Geschichte erinnert irgendwie an den Filmhelden Sarti der ja auch von seiner Frau getrennt lebte und einen neue Beziehung hatte.
      Gute Besserung Michael.
      R.I.P Jules Bianchi

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    • Original von Mister Ickx
      Diese Geschichte erinnert irgendwie an den Filmhelden Sarti der ja auch von seiner Frau getrennt lebte und einen neue Beziehung hatte.


      Ich nehm an diese Konstellation ( Louise, Monique ) bei Sarti war dramaturgisch wichtig, damit Signore Manetta's "Inszenierung" ( die wirklich aus Enzo Ferraris Trickkiste stammen könnte ) und die resultierende Katastrophe in Monza so richtig funktionierten.

      James Garner ( "Pete Aron" ) scheint mit dem tragischen Ende so nicht einverstanden gewesen zu sein: Er meinte dazu: "we killed the wrong guy"

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    • Mister Ickx schrieb:


      Ja Eugenio Dragoni wollte ja Lorenzo Bandini als neuen Star aufbauen, aber Surtees war der schnellere Mann.

      Und Surtees und Parkes haben sich nie besonders gemocht. Und Mike Parkes wollte umbedingt ein F1 Cockpit darum gab es da auch so einige Intriegen zwischen den Fahrern.

      Parkes war ja bei der Scuderia eher mehr der Test und Entwicklungsfahrer.


      Zum Bruch mit der Scuderia Ferrari kam es ja dann beim 24 Stunden Rennen von Le Mans 1966, nach dem man dort neben dem Fahrerduo Bandini/Guichet im ersten für den zweiten Ferrari das Trio Surtees/Parkes und Scarfiotti meldete.

      John Surtees sah das als Affront gegen seine Person, da er der Meinung war man würde ihm nicht zu trauen dass er die Renndistanz nur zusammen mit Parkes durchstehen würde, da er der Meinung war man würde ihn für nicht fit genug halten.

      Dazu sollte man aber erwähnen das John Surtees 1965 bei beim Can-Am Rennen in Mosport mit einem privaten Lola-Chevrolet-Can-Am einen schweren Unfall hatte.

      Da die Scuderia Ferrari an diesen Can-Am Rennen nicht teilnahm war Surtes mit einem Privaten Auto gestartet.

      Er wurde damals schwer verletzt ins Krankenhaus von Toronto eingeliefert.
      Er hat sich bei diesem Unfall einen komplizierten Beinbruch zugezogen.


      Surtees verlangte das man Ludovico Scarfiotte als dritten Fahrer wieder streichen sollte, was aber Dragoni und Enzo Ferrari ablehnten.

      Daraufhin packte John Surtees seine Sachen und ging nach England zurück.


      Sehr gute Zusammenfassung der Ereignisse um Surtees und Ferrari, die mir so detailliert überhaupt nicht bekannt war. Darüber hinaus kann ich mir aber schon vorstellen, dass Bandini mit Surtees nicht Schritt halten konnte. Den auf Biegen und Brechen zum Star machen zu wollen war wohl ein Witz, oder anders gesagt: das konnte ja nicht gut gehen.
    • Zaungast schrieb:

      Original von Mister Ickx
      Diese Geschichte erinnert irgendwie an den Filmhelden Sarti der ja auch von seiner Frau getrennt lebte und einen neue Beziehung hatte.


      Ich nehm an diese Konstellation ( Louise, Monique ) bei Sarti war dramaturgisch wichtig, damit Signore Manetta's "Inszenierung" ( die wirklich aus Enzo Ferraris Trickkiste stammen könnte ) und die resultierende Katastrophe in Monza so richtig funktionierten.


      Das sehe ich eher als eine der Stärken des Films: Die verschiedenen Beziehungen der Fahrer zu ihren Frauen sind vielschichtiger, durchdachter und glaubhafter dargestellt als manche der Rennszenen, die im Vergleich dazu oft sehr hölzern daherkommen. Liegt wohl daran, dass die Drehbuchschreiber/Filmemacher bzw. John Frankenheimer selbst eher Beziehungskisten gewöhnt waren und die Formel 1 nur so oberflächlich kannten.
    • Die Details aus der Zusammenfassung weiß ich auch nur deshalb weil es in der Enzo Ferrari Biografie von Brock Yates steht. -Ferrari eine Legende lebt, ein Buch dass ich wärmstens empfehlen kann, da ich daraus sehr viel gelernt habe.

      Die Frauengeschichten der Fahrer rund um die F1 sind meiner Meinung nach auch wichtig für den Film, den wer hätte sich den Film damals sonst im Kino angeschaut? Und nur so Hardcore-Fans wie uns gibt es halt nicht so viele.

      Man stellt sich nur mal vor der Mann wollte sich damals in den 60ern den Film im Kino anschauen zusammen mit seiner Frau/Freundin und es wäre rein nur um die F1 gegangen. Wieviele Frauen hätten sich den Film damals angeschaut?

      Und so hatte man auch nicht nur einen Renn sondern auch einen Liebesfilm und wir Frauen konnten den attraktiven Rennfahrer anschmachten.
      Gute Besserung Michael.
      R.I.P Jules Bianchi

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    • Mir scheint schon, die wollten eine komplette Story zeigen, also nicht nur die Rennszenen mit Beziehungskisten aufplustern, damit möglichst viele Leute sich das anschauen. Also dass das in dieser Weise geplant war von Beginn an. Immerhin gibt es keinen vergleichbaren Film seither (oder ich weiss jedenfalls keinen), obwohl das auch mal interessant wäre, gerade wenn ich an Hamiltons Freundinnen aus der Show-Branche denke. Vielleicht wärs aber auch gar nicht so toll, weil die heutige F1 vielleicht fast zu bekannt ist.
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