Jules Bianchi

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    • ich sprech mal aus, was alle denken und sich keiner traut zu sagen: Bianchi ist auf dem aller besten Weg, der erste Tote der F1 seit Senna zu werden. Es wäre so langsam das größte Wunder der Medizin, wenn er wieder aufwacht bzw einigermaßen wieder gesund wird.
      Wenn ich mir den Vater ansehe (für dessen Zustand ich vollstes Verständnis habe) würde ich mich nicht wundern, wenn er bald den Stecker zieht. Jules wird nicht so leben wollen, da bin ich mir sicher, wenn man sich die Aussagen vom Vater über ihn anschaut.
      Ich weiß nicht, ob es schon zu früh ist, darüber nachzudenken, aber er liegt seit 9 Monaten im Koma und er macht keine Fortschritte. Ich hab auch die Befürchtung, dass er so oder so stirbt, auch wenn man nicht von außen eingreift.
    • Ich befürchte es auch McLaren422.

      9 Monate sind eine lange Zeit. Es ist halt für die Angehörigen auch eine schwere Entscheidung, soll man Ihn noch Jahre so im Koma lassen oder soll man die Maschinen/Ernährung abstellen und ihn erlösen.

      Hat er eine Chane je aus dem Koma zu erwachen?

      Und wenn, welche Lebensqualität hat er dann?

      Kann er dann noch etwas denken oder ist er dann nur mehr ein Körper, der sich nicht artikulieren und bewegen kann?

      Also ich möchte nicht in der Situation wie die Familie Bianchi sein.

      Egal wie Sie sich Entscheiden, es ist eine Belastung.

      Ich hoffe natürlich dass sich doch noch alles zum Guten wendet und er überlebt, wach wird und wieder halbwegs gesund wird, aber vermutlich wird es anders kommen.

      Traurig und tragisch.
      Gute Besserung Michael.
      R.I.P Jules Bianchi

      helgaformel1.blogspot.co.at
    • Mister Ickx schrieb:

      Ich befürchte es auch McLaren422.

      Hat er eine Chane je aus dem Koma zu erwachen?

      Und wenn, welche Lebensqualität hat er dann?

      Kann er dann noch etwas denken oder ist er dann nur mehr ein Körper, der sich nicht artikulieren und bewegen kann?

      Also ich möchte nicht in der Situation wie die Familie Bianchi sein.

      Egal wie Sie sich Entscheiden, es ist eine Belastung.

      Ich hoffe natürlich dass sich doch noch alles zum Guten wendet und er überlebt, wach wird und wieder halbwegs gesund wird, aber vermutlich wird es anders kommen.

      Traurig und tragisch.


      Ich beantworte mal deine Ausführungen:

      -Vermutlich gibts noch ne Chance.

      -Schwerster Pflegefall, noch schlimmer wie Schumacher denke ich... Wachkoma is auch möglich...

      -vermutlich ja

      nicht toll, das ganze, die Familie kann einem nur Leid tun...
    • Ich denke dass man mittlerweile die Option ausschließen kann, dass Jules aufwacht und wieder ein 100%ig beschwerdefreies Leben führen kann. Selbst wenn er eines Tages aufwacht, wird er mit sehr großer Sicherheit ein Pflegefall bleiben.

      Für das Leiden seiner Familie wäre ein direkter Tod langfristig einfacher zu verdauen, als dieser ständige Weg zwischen Hoffnung und Verzweiflung, wie es bei Familien mit Komapatienten immer der Fall ist. Natürlich wünsche ich keinem den Tod, aber ich hoffe doch stark, dass die Leiden der Familienmitglieder schnellstmöglich aufhören, in die eine oder andere Richtung. So jedenfalls kann niemand mit Jules abschließen und das ist doch die größte Folter.
    • Sehr traurig sowas. ;(

      Besonders für die Familie aber wenn man so will war es ein 9 monatiges Sterben. Jetzt weiß man das er von Anfang an keine Chance hatte das zu überleben.
      Dennoch ist es eine Leistung das 21 Jahre kein F1 Pilot mehr gestorben ist.

      Mal abgesehen von den 3 Streckenposten.
      Jetzt kann die Familie aber wenigstens abschließen.
    • Hätte nicht erwartet, dass ich 24 h nach meinem letzten Bianchi Beitrag einen Kondolenzeintrag verfassen würde ;(

      Die Todesnachricht trifft mich ebenfalls besonders, denn die Formel 1 verliert mit Jules Bianchi ein Riesentalent mit zum damaligen Zeitpunkt sportlicher Perspektive - Ferrari Vorvertrag für 2015. Der ständige Konflikt der Familie zwischen Hoffnung und Trauer ist nun auch vom Tisch, was langfristig gesehen sicher besser ist und sie können jetzt endgültig Abschied nehmen.

      Rest in Peace Jules und mein aufrichtiges Beileid an die ganze Familie.

      P.S. Auch für Sutil ist dieser Moment sicherlich nochmal schwer, da er Jules als einer der letzten lebend und den Unfall gesehen hat.
    • Rudi schrieb:

      Auch wenn es für alle eine Erlösung war, macht mich die Endgültigkeit des Todes doch sehr traurig. Ruhe in Frieden, Jules.


      Das triffts ziemlich gut.

      Als ich heute morgen die Nachricht auf meinem Handy gelesen hab, war ich erst mal ziemlich fertig, aber andererseits ist er (und seine Familie) jetzt erlöst. Jetzt is die Gewissheit da und die Familie kann in Ruhe trauern und mit ihm abschließen. Bianchi wäre so oder so nicht mehr der Alte geworden, er wäre wohl ein schwerer Pflegefall geworden (noch schlimmer wie Schumacher) und dieses Leben hätte eh 0 zu ihm gepasst und er hätte auch so nicht leben wollen.
      Ich hatte schon lange keine Hoffnung (keine positiven Nachrichten seitens Familie oder Klinik) mehr und ihr könnt sagen was ihr wollt, aber meiner Meinung nach machts keinen riesen Unterschied, ob er sein Leben lang dahin vegetiert oder ob er stirbt. Das einzig würdige für Bianchi ist ein Leben hinter dem Lenkrad, sonst nichts.

      Nach all den negativen Berichten über ihn und die Tatsache, dass es ein medizinisches Wunder ist, dass er nicht sofort beim Unfall starb, finde ich es etwas krass, dass viele Fans doch noch Hoffnung hatten. Dennoch tut es weh, wenn jemand stirbt, egal ob man ihn persönlich kannte oder ob man ihn mochte oder nicht. Ich spreche mein Beileid an alle Freunde und Angehörigen aus und ich wünsche ihnen viel Kraft, mit dem Verlust umzugehen.

      Ich bin gespannt, was das für Auswirkungen auf die F1 hat, die ja auch nicht in ihrer besten Verfassung ist. Ich hoffe trotz aller Tragik, dass jetzt nicht wieder über Cockpitkuppeln diskutiert wird. Das passt nicht zur F1 und ich glaub nicht, dass Bianchi dadurch besser dran gewesen wäre.

      Heute war ich beim Solitude Revival. Zu Ehren an Michael Schumacher wurde der Benetton B194 (Weltmeister-Auto von 1994) noch mal bewegt. Als er das zweite Mal an mir vorbeidonnerte, dachte ich sehr an Bianchi... :(
    • Ich erinnere mich noch sehr gut an das Rennen in Suzuka 2014. Mir bleibt immer noch das Bild im Kopf als er beim Rennabbruch in der Box sitzt und sich sein Visier putzt. ;(
      Es war eine Verkettung von mehreren unglücklichen Zufällen ,die letztendlich diese Katastrophe herbeiführten. Dennoch hätte man bei diesen Bedingungen auf keinen Fall diesen Kran auf die Strecke schicken dürfen ,vor allem noch in so einer tückischen Kurve. Sehr sehr traurig. Ein sehr talentierter Fahrer der ohne wenn und aber irgendwann mal im Ferrari gelandet wäre. Ein potenzieller Weltmeister ,dessen Karriere ich spannend verfolgt habe ,obwohl er nicht so oft im Bild war während den Rennen. Sein stärkstes Rennen war wohl der 9.Platz in Monaco. Auch der 12.Platz im Qualifying in Silverstone war aller Ehren wert.

      Sein Tod war absehbar. Dennoch machte mich seine Todesnachricht sehr traurig. Ich wünsche seinen Freunden und Hinterbliebenen viel Kraft ,um irgendwie mit dem Verlust fertigzuwerden. Machs gut Jules ,jetzt kannst du da oben dein Rennen weiterfahren. Wir werden dich nicht vergessen.
    • Ja, die Formel 1 hat total versagt an jenem Wochenende. Das Rennen nicht vorzuverlegen, wenn man doch genau gewusst hat, dass heftiger Regen und Unwetter kommen wird. Dann diesen Kran in dieser kritischen Kurve rauszuschicken und gleichzeitig keine SC-Phase einzuleiten. Und irgendwo war da eine grüne Flagge. - All das hat die FIA ja hübsch unter den Teppich gekehrt und Bianchi die Alleinschuld zugeschoben. Aber das wurde ja schon alles diskutiert.
      Bezüglich Cockpithauben wird sich wohl nicht viel tun. Gerade weil es ja schon 9 Monate her ist, ist die Brisanz doch etwas vergessen.
    • Formel 1 versagt? Naja nich wirklich. Doppelgelb heißt "bereit sein, anzuhalten". Wenn er da mit 200 langrast, und das bei nasser Piste und schlechten Sichtverhältnissen... So hart es klingt, er war zum Großteil selber schuld, aber natürlich gehört auch noch Pech dazu, in Bezug auf die Position von dem Kran und dem Einschlagwinkel. Der F1 Fahrer hat schon ne gewisse Selbstverantwortung, man kann das nicht immer auf die Verantwortlichen abschieben. Die grüne Flagge war an der korrekten Stelle.

      Und früher wurde immer gejammert, dass ja bei jedem kleinen Regenschauer gleich rote Flagge kommt und dass bei jedem Ausrutscher gleich das Safety Car rauskommt. Jetzt isses umgekehrt ("man hätte abbrechen sollen, Safety Car sofort raus"). Irgendwie jammern die Leute nicht mehr.

      Naja, Bianchi hockt jetzt im Paradies in Sennas McLaren MP4/4 und sie prügeln den um den alten Hockenheimring. Ich bin neidisch...
    • McLaren422 schrieb:

      Und früher wurde immer gejammert, dass ja bei jedem kleinen Regenschauer gleich rote Flagge kommt und dass bei jedem Ausrutscher gleich das Safety Car rauskommt. Jetzt isses umgekehrt ("man hätte abbrechen sollen, Safety Car sofort raus"). Irgendwie jammern die Leute nicht mehr.


      Man sollte schon einen Unterschied zwischen einem drohenden Unwetter (Dieser Fall) und ein paar Regentröpfchen (Die von dir skizzierten Fälle) machen. In den seltensten Fällen gibt es eine alleinige Schuld einer Partei, gerade in einem derart komplexen Sport wie dem Motorsport. Ja, Bianchi hat sich an dieser Stelle falsch verhalten, aber ihn trifft mit Sicherheit keine alleinige Schuld. Was macht ohne ein SC oder einem virtual Safetycar oder einer Slow Zone (beides gab es damals noch nicht) ein Bergungsfahrzeug dieser Größe in dem Kiesbett der gefährlichsten Kurve in Suzuka zu diesem Zeitpunkt auf der Strecke? Oder noch besser, warum fand zu diesem Zeitpunkt Land unter mit Vorhersage (Warnung) überhaupt ein Rennen statt bzw. warum war es noch nicht beendet?

      Bianchis Unfall war ein ganze Fehlerkette von unterschiedlichen Personen, die alle für sich genommen einen klitzekleinen Fehler gemacht haben, und trotzdem wurde aufgrund der tragischen Zusammenführung ein extrem trauriges Ereignis draus.

      Zur Diskussion einer Haube sei an der Stelle nochmal auf den Unfall von Kimi am Red Bull Ring verwiesen, der keine 9 Monate sondern wenige Wochen zurückliegt. Ich weiß allerdings nicht, inwieweit es Sinn macht eine Haube zu installieren, denn die Formel 1 lebt schon sehr lange davon, dass die Fahrer eben kein geschlossenes Cockpit haben. Sicherheitstechnisch hat man in den letzten 21 Jahren nach Sennas bzw. Ratzenbergers Tod schon eine ganze Menge richtig gemacht, was man machen kann. Eine 100%ige Sicherheit gibt es auch im normalen Straßenverkehr nicht, deshalb sollte man versuchen, zukünftig die beim Bianchi Unfall gemachten Fehler zu vermeiden und nicht die Formel 1 weiter in Richtung WEC zu treiben.

      Ich fände die Einführung von von außen gesteuerten Slow Zones eine der besten Lösungen zur Vermeidung zukünftiger Unfälle. Es ist Mist, dass der Unfall ausgerechnet in einem der wenig übriggebliebenen Kiesbetten stattgefunden hat, denn so bekommen die Kiesbettgegner wieder Oberwasser, obwohl es daran nun wirklich nicht lag.
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