Jules Bianchi

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    • @RaceFan: Naja ich weiß dass es kein kleiner Schauer war, aber manche waren zuvor noch auf Intermediates unterwegs und man hat gerade erst auf Full Wets gewechselt, also so schlimm, dass es gar nicht mehr ging, wars nicht.
      Klar, man hätte vielleicht früher starten können und klar, man hätte vielleicht das Safety Car rausschicken sollen... Aber trotzdem ist der Fahrer selber dafür verantwortlich, sein Auto unter Kontrolle zu halten. Wenn ich doch weiß, dass ich ein Auto habe, was sehr schlecht liegt, was die falschen Reifen hat und dass es dunkel wird und dass es immer mehr regnet, dann muss einem doch klar sein, dass man da nicht mit über 200 lang rasen sollte, v.a. wenn da doch Doppelgelb ist. Außerdem kämpfte Bianchi nicht um die WM und außerdem war er weit außerhalb der Punkte.

      Es war einfach ne Verkettung von sau vielen und saublöden Zufällen, aber die Hauptschuld trifft klar Bianchi, das ist nun mal meine Meinung.

      Das mit dem virtual safety car ist wirklich ne super Sache und die Crash Kameras, die die Auswertung der Kopfbewegungen bei Unfällen erleichtern soll, sind auch zu begrüßen.
    • McLaren422 schrieb:

      Aber trotzdem ist der Fahrer selber dafür verantwortlich, sein Auto unter Kontrolle zu halten.

      Mit diesem Argument hätte man eigentlich nie was für die Sicherheit tun müssen, all die zurückliegenden Jahrzehnte nicht. Leitplanken? Wozu denn, der Fahrer soll doch das Auto einfach unter Kontrolle halten. Carbonchassis? Brauchts doch nicht, wenn die Fahrer die Kontrolle haben.
      Ich meine: es hätte ja auch sein können, dass in derselben Kurve, in der Bianchi verunfallt ist, jemand von der Strecke abkommt, weil ein Flügel oder ein Aufhängungsteil bricht. Damit ist immer zu rechnen. In meinen Augen war man grobfahrlässig mit der Startzeit (aus rein kommerziellen Gründen) und das SC eben nicht rauszuschicken.
    • McLaren422 schrieb:

      Es war einfach ne Verkettung von sau vielen und saublöden Zufällen, aber die Hauptschuld trifft klar Bianchi, das ist nun mal meine Meinung.


      Meine ist konträr, weil man da einfach die Umstände nicht außer Acht lassen darf. Der gesamten Welt waren die Wetterprognosen bekannt und es war klar, dass es ein Unwetter geben würde. Die Formel 1 speziell Bernie und die FIA verzichteten dennoch auf eine Verschiebung des Rennens zugunsten der Show und dem Profit. Auch die Bergung von Sutils Boliden mit Hilfe eines Fahrzeugs - ohne Safetycarphase - in einer der gefährlichsten Kurven des Rennkalenders war ein Versagen der FIA, denn man kann nicht davon ausgehen, dass zu dieser Phase des Rennens kein Pilot einen Fehler macht. Wenn Bianchi ohne Bergungsfahrzeug abfliegt, passiert unter Umständen gar nichts, soviel sollte einem auch klar sein.

      Bianchi trägt eine Mitschuld aber keine Hauptschuld, die Hauptschuldigen sind die Rennkomissare, Bernie und die FIA, die bei solchen Wetterwarnungen ein Rennen abhalten.
    • Dann hätte man ber Malaysia 2001 auch sofort abbrechen müssen, da wars noch viel viel schlimmer... Aber egal jetzt, ich akzeptiere deine Meinung, RaceFan, aber ich teile sie nicht. Aber wir ham ja Meinungsfreiheit, jeder kann seine Meinung also frei äußern. :) :)

      Noch was zum Unfall von Bianchi:
      Hab noch mal drüber nachgedacht und in mir stellt sich das grauenvolle Gefühl ein, dass Bianchi wegen der Regelreform 2014 (tiefe Nasen!) den Bergungstraktor nach oben ausgehebelt hat und deswegen tödlich verunglückte. Mit den Hammerhai-Stummelnasen hätte er den Kran vielleicht nur zur Seite gerammt, bzw die Nase wäre unter dem Traktor stecken geblieben. Ich habe die Vermutung, dass Bianchis Kopf nicht unter den Traktor gekommen wäre, wenn er mit nem 2013er Auto gefahren wäre.

      Eure Meinung dazu?
    • naja, Bianchi starb, weil er mit dem Kopf gegen die Kante des Traktors knallte, nach dem sein Bolide diesen vorher nach oben drückte. Wenn man mit so nem Tempo gegen nen Traktor fährt, OHNE, dass der Kopf wo dagegen knallt, wäre man als Fahrer mit ner Gehirnerschütterung und Prellungen ausgestiegen.

      Die F1 ist abartig sicher, man überlebt heute eigentlich jeden Unfall. Es sei denn, man bekommt was an den Kopf, seien es Wrackteile von nem anderen oder die Kante von nem Traktor...
    • Braunie hat Recht, bei der Geschwindigkeit und dem Aufbau des Radlagers spielt die Form der Fahrzeugfront keine Rolle! Die FIA bzw. die Rennleitung hat einmal mehr eindrucksvoll versagt, ich empfand es schon damals sehr optimistisch mit solchen Kränen an der Strecke herumzufahren. Man sollte die Autos einfach dort stehen lassen, es ist zwar sicherlich optimaler für ein Fahrzeug in eine gesicherte Streckenbegrenzung einzuschlagen aber immer noch verglichen glimpflicher als in ein Bergungsfahrzeug oder von der anderen Seite aus betrachtet in einen Streckenposten.

      Die Konsequenz hätte also nur lauten können: Rennabbruch oder weitermachen; quasi das, was ich seit Jahren predige. Es kenn keine Entschuldigung für Rennen unter Dauergelb oder hinter dem SC geben, entweder man fährt mit allen Konsequenzen oder man lässt es genauso bleiben.

      Dazu gehört: stehender Start und SC nur bei kurzzeitigen Einsätzen! Man merkt auch, dass die Fahrer der heutigen Generation völlig überfordert sind mit solchen Gegebenheiten, mit mehr Regenpraxis wäre dieser Unfall auch von Fahrerseite vermeidbar oder weniger drastisch gewesen.
    • dir is schon klar, woran Bianchi gestorben ist? An seinen Kopf- bzw Hirnverletzungen. Ich bleibe dabei: Bianchi wäre noch unter uns und würde heute seine Runden für Sauber drehen, wenn sein Helm nicht mit dem Traktor in Kontakt getreten wäre. Unverletzt wäre er nicht ausgestiegen, da die G-Kräfte echt sehr hoch waren, er hätte das nächste Rennen aussetzen müssen, aber dann hätte er weiterhin fahren können.
      Wenn Bianchi in den Traktor gekracht wäre, ohne vorher diesen nach oben zu hebeln, dann wäre er an Ort und Stelle gestorben. Das hieße, sein Kopf wäre mit voller Geschwindigkeit gegen ein starres Hindernis geknallt, dann hätte es ihm den Schädel zerdrückt... Er hat überhaupt noch 9 Monate überlebt, weil die Kante vom Traktor nicht mit voller Wucht gegen den Helm geknallt ist.
      Es gab so viele schreckliche F1 Unfälle in den letzten Jahren. Aber die gingen alle glimpflich aus, es sei denn, der Fahrer kriegt unmittelbar was an den Kopf (s. Massa oder auch Wilson). Der Aufprall von Kubica 2007 war noch viel brutaler wie der von Bianchi, allerdings hat Kubica nix an den Kopf bekommen. Deshalb lebt er noch...

      Edit: Hab mir das Crash Video noch mal angeschaut. Es stimmt, mit ner 2013er Nase wäre er genauso tot gewesen. Er ist ja in den hinteren Teil reingerauscht, der sozusagen frei stand, da hätte auch ne hohe Nase drunter gepasst. Dann hat sich das erledigt. ;)
    • Und was hat das ganze mit den Nasen zu tun?
      Richtig, rein gar nichts.
      Wenn du mit so einem Speed mit einem Formelauto in so einen Radlader reinrast ist es einfach scheißegal, was du vorne für eine Nase dranhast, du wirst immer unter den Lader reinrutschen.

      Und ich finde es auch immer befremdlich einen Unfall wie jenen von Kubica als Maßstab herzunehmen. Eine Mischung aus Glück und dem "richtigen" Einschlagwinkel hat damals Schlimmeres verhindert. Solch ein Einschlag geht bei 9 von 10 Crashes nicht so glimpflich aus
      "Jensational"

      The Sun
    • Ich stimme Brawnie und Max zu. Weil die Überlegung: wäre die Nase höher gewesen, wäre Bianchis Auto nicht unter den Traktor gerutscht, scheint zwar auf den ersten Blick logisch, geht aber trotzdem ins Leere. Bei soviel Geschwindigkeit hätte es diese Plastik-Nase einfach abgerissen und das Auto wäre trotzdem mit der Vorderachse voran unter den Kran gerutscht. Wäre evtl. anders, wenn die Nasen aus stabilem Carbon wären - sind sie aber nicht.
      Und nur so zur Erinnerung: Dieses SC-Zeugs wurde ja eingeführt, weil man - einmal mehr - auf die Indycar-Serie geschielt hat, von der man ja so vieles abgeschaut hat. Ich fand die früheren Rennabbrüche auch besser, allerdings hat man natürlich wesentlich seltener abgebrochen als heute SC kommt. Wenn statt jedem SC ein Abbruch käme, würde ich auch wieder die Nase rümpfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rudi ()

    • Außerdem ist er auch nicht mit der Nase unters Fahrzeug gerutscht sondern quasi direkt mit der Seitenwand des Cockpits kollidiert, die Aufnahmen sind "leider" sehr schlecht.
      Ich meine ja auch nicht dass man ständig abbrechen soll, aber es muß eine klare Richtlinie geben: entweder starten oder abbrechen aber dieses komische amateurhafte Operettentheater bei dem alle die Bodenhaftung und den Überblick verlieren nervt!
      Es steht zudem jedem Piloten frei auf einen Start zu verzichten, aber was will man von den heutigen Millionärskindern erwarten, die kennen es halt nicht anders.
    • Hhhmmm,

      passt jetzt eigentlich nicht so richtig, was ich beitragen möchte. Aber irgendwie doch und die Betonung liegt auf irgendwie:
      Hab' gerade auf Arte den Film "Ein Mann und eine Frau" gesehen. Französischer Film von 1966 (man achte auf das Jahr). In diesem Film ist der Hauptdarsteller Rennfahrer (fiktive Geschichte) und fährt z. B. die Rallye Monte Carlo mit.
      Bei einem Kennenlerngespräch fragt sie ihn nach der Rennfahrerei und er solle doch mal was erzählen.
      Er beginnt das Thema mit der Bemerkung, dass Rennfahrer sehr abergläubisch sind (also by the way, ich bin's überhaupt nicht!) und erzählt etwas von der Startnummer 13. Die gäbe es nicht, was - soviel ich weiß - auch stimmt.
      Dann fährt er fort, dass auch die Nummer 17 sehr unbeliebt sei. Mit der Nummer 17 seien bereits zu viele Unfälle passiert. ... (1966!)

      Irgendwie krass, auch wenn's aus meiner Sicht ein Zufall ist.

      Wirft aber die Frage auf, ob der "Schrecken" der Nummer 17 in der Zwischenzeit in Vergessenheit geraten war, oder ob dies im Film nur erfunden war. Letzteres glaub' ich eher nicht, da die anderen Dinge, die er so erzählt (es gibt auch ein paar Fahrszenen) doch mit genügender Genauigkeit zutreffen.

      Jedenfalls wird sie JETZT nicht mehr vergeben.
    • Ich glaube auch nicht, dass man wirklich von einer Nummer 17 des Schreckens sprechen kann, denn ein Großteil der Piloten, die in Ihrem Leben mit der 17 gefahren sind, sind eben nicht tödlich verunglückt. Zudem gibt es nur wenige Beispiele, wo Piloten mit der aktuellen Nr. 17 auf dem Auto tödlich verunglückten (Bianchi jetzt mal ausgenommen).

      Menschen versuchen immer und überall einen Zusammenhang herzustellen, auch um sich schreckliche Ereignisse besser erklären zu können. Ob bei 9/11 der Notruf oder bei Bianchi die 17. Übrigends würde es nach dieser Theorie gehen, hätten wir in diesem Jahr ein besonders schreckliches Jahr vor uns, nämlich die Saison 17.
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