Teilepool!

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  • Schon seid Jahren diskutiert man in der Formel1 die Vorteile, die Teams mit hohem Budget haben. Dort werden ständig neue Teile produziert und können auch entsprechend getestet werden. Teams mit weniger Geld stehen da hinten an. Also reglementieret die FIA immer mehr die Entwicklung und den Gebrauch neuer Teile. Selbst homologierte Teile werden immer öfter in Frage gestellt (siehe flexibler Heckflügel und Doppel-Difusor). Aber genau davon lebt die F1. Von genialen Köpfen die Ideen haben und diese auch umsetzen können! Von Innovationen die die Autos immer schneller machen. Gewinnen kann immer nur das beste Auto mit dem besten Fahrer (manchmal reicht auch ein guter Fahrer).

    Um nun also die Innovationen zu erhalten und den kleinen Teams trotzdem eine Chance zu lassen, folgender Vorschlag:
    Man richtet einen Teilepool ein in den alle Neuentwicklungen nach einer gewissen Zeit einfließen. Gleiches gilt auch für Verbesserungen an aktuellen Teilen. Das entwickelnde Team kann die Teile zunächst für sich alleine einsetzen. Bei Neuentwicklungen vielleicht eine Saison lang oder auch nur einige Rennen, bei Verbesserungen vielleicht zwei, drei Rennen. Das müßte man individuell entscheiden. Danach gehen die Teile in den Teilepool und stehen, gegen ein nicht zu hohes Entgeld, allen Teams zur Verfügung.

    So behielten die entwickelnden Teams ein Zeit lang ihren Vorteil und die kleinen Teams könnten später mit davon profitieren. Kosten würde es auch noch sparen, müßten doch nicht ständig die gleichen oder ähnliche Teile von mehreren Teams entwickelt werden.

    Ciao
    Frank
    ODERINT DUM METUANT
  • Die Ideen der Teile könnte zwar vermarktet werden, nicht aber die Teile selbst. Die Teams müssten die Teile auf jeden Fall auf eigene Kosten nachentwickeln, da man ein Toyota- Federbein nicht einfach an einen Force India schrauben kann. Und somit ist dein Vorschlag bereits wieder hinfällig geworden: Denn wer kauft einem anderen eine Idee ab, wenn er sie auch "umsonst" kopieren kann?
    Perez, das war SAUBER!
  • Stimmt nur bedingt.
    Natürlich kann man die Teile nicht einfach ins eigene Auto einbauen. Es geht um grundsätzliche Veränderungen an Teilen. Darum kooperieren ja auch Autohersteller miteinander.

    Im übrigen fährt Force India mit einem Mercedes Motor, ebenso Brawn. Diese Motoren, besonders Kühlung und Kraftübertragung, konnte man auch nicht einfach "in das Auto einbauen". Auch diese Motoren mußten individuell angepaßt und einige Teile überarbeitet werden.

    Besonders das "umsonst" kopieren ist dann doch nicht ganz so einfach. Wie das Federbein von aussen aussieht, kann man erkennen. Aber wie sieht es darin aus? Neue Gassorten z.B. bei Gasdruckstoßdämpfern, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Oder wie sieht die Materialzusammensetzung einer neuen Bremsscheibe aus? Diese Entwicklungen kosten immens viel Zeit und Geld. Besonders, wie Du sicher selber weißt, die Testfahrten. Und dieses Geld ist ein Vielfaches der Kosten, die für eine Überarbeitung nötig wären.

    Ciao
    Frank
    ODERINT DUM METUANT
  • Ich denke nicht dass ein Weltkonzern wie z.b. Toyota Interesse daran hat seine eigenen Entwicklungen (welche unter anderem in Zukunft in der Serie eingesetzt werden könnten) direkten Marktkonkurrenten preiszugeben. Immerhin entwickeln Sie ja für sich selbst und für stecken Millionen von Euro hinein um einen gewissen Reward (in welcher Form jetzt auch immer) zu erhalten. Jetzt stell dir vor, ein Toyota wird von einem Force India geschlagen, nur weil der FI nach den Konzeptionen des Toyotas komplett nachgebaut wurde ...

    Man sieht das würde nur zu viel mehr Problemen führen als wir im Moment haben. Achja und natürlich fehlt noch die Begründung, dass der F1-Sport nicht ohne Grund die absolute Spitze des Rennsports ist. Ich sähe es nur sehr ungern wenn in ein paar Saisonen jeder dahergelaufene Millionär ein Team für z.b. 30 Millionen im Jahr auf die Beine stellen kann. Wo bleibt dann noch dieser Unique-Gedanke der die F1 zu solch einem Mythos gemacht hat?
  • @PapaDudy


    Stimmt schon, aber die Testkosten würden sich in einem ähnlichen Rahmen bewegen, da auch ein ein abgekauftes Teil in das Entwicklungskonzept des Autos passen muss. Bleiben wir beim Beispiel des Federbeins: Ich kenne zwar nun die Funktion des Innenlebens, muss aber das Vorgegebene Teil wieder in die Gesammtkennlinie des Bereits vorhandenen Autos einbringen können. Unter Umständen muss die gesammte Radaufhängung sowie Lenkgeometrie angepasst werden. Wenn man noch einen Schritt weiter gehen will: Ich habe nun von einem Team das neue Federbein abgekauft (was auch nicht billig sein würde) und muss feststellen, dass das neue leicht strömende Gas das Ausfedern des Autos zu stark hemmt und die gesammte Gewichtsverteilung negativ beeinflusst. Nun habe ich zwar diesen neuen super- Dämpfer, muss dafür wiederum das halbe Auto umbauen um ihn einsetzen zu können.

    Ich verstehe was du meinst und denke, für das eine oder andere Teil könnte es sogar funktionieren. Aber die F1 ist einfach zu komplex, als dass man ein Körbchen mit Ersatzteilen ins Paddock stellt und sich jeder bedienen kann. Das gekaufte Teil würde im wahrscheinlichsten Fall im Werk auseinander genommen und ein ähnliches, auf das Fahrzeug passendes wieder entwickelt.
    Perez, das war SAUBER!
  • Klar würde es beim Erstellen eines solchen Pools Probleme geben. Aber dafür gibt es die FIA. Die stellt die Regeln auf. Und auch innerhalb der FOTA könnte man sich sicher auf einen gemeinsamen Nenner einigen. Sicher gibt es gerade in der FOTA immer wieder Querulanten (siehe Briattore vs. Brawn GP), doch letzten Endes würde er Pool ja allen zu Gute kommen.

    Im übrigen gibt es ja genügend Rennserien mit z.B. Einheitchassis. Ich denke da besonders an die in den USA so populären Rennserien. Das täte der Spannung keinen Abbruch. Und es ging mir nicht darum, ein komplettes Auto zu verkaufen! Es ging mir nur um einzelne Teile. Genaueres müßte sowieso individuell geregelt werden. Ich denke dabei mehr an die kleinen Teams, die mit wenig Budget zurecht kommen müssen.

    Ausserdem werden doch Heute immer wieder ganze Teams von Millionären gekauft. Siehe Force India! Aber wie lange werden die bleiben? Beste Beispiele sind ja Teams wie Spyker und Minardi, die wegen mangelndem Budget nie eine echte Überlebenschance hatten. Ständig wechseln die Teambesitzer und die Crews. So kann man nicht wirklich im Geschehen ganz Oben mitmischen.

    Und wieviel der Entwicklung geht den wirklich in die neuen Straßenfahrzeuge die wir "Normalsterblichen" kaufen können? Sicher hat die F1 einen gewissen Anteil daran. Doch inzwischen sind die Fahrzeuge und die Technik so sehr spezialisiert, dass nur sehr wenig in der normalen Fertigung eingesetzt werden kann. Klar machet man damit Werbung. Irgendwie muß man das riesige Budget ja rechtfertigen!

    @ insider

    Ich dachte auch nur an einige Teile. Klar würde es auch Kosten verursachen, das Teil an das Auto an zu passen oder umgekehrt. Aber die Kosten für die Entwicklung des Teiles an sich würden wegfallen. Den Preis und welche Teile überhaupt abgegeben werde können, sollen oder müssen, müßte natürlich in einem Regelwerk festgehalten werden.

    Ciao
    Frank
    ODERINT DUM METUANT

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von PapaDudy ()

  • RE: Teilepool!

    Vorteil:
    Besseres Teil.
    Für alle.

    Nachteil:
    Alles umbauen, individuell alles max. anpassen.
    Für alle.

    Teuer !!!

    Damals vor 1974:
    Es gab Motoren vor 1974 / Indy 500, mit 4 Zylindern, für ein paar Tausend USD. Von 1100 bis kurzzeitig 1700 PS, mit bis 2 Turboladern,
    Selbstzündung mit Nitro- Methanol als Treibstoff. 5 Cent / Liter.

    Und im Gegensatz, wie heute, Unkosten weit über 100 Milliarden Euro Software- u. Computer- Entwicklung. Bei ca. 800 PS. Preis pro Liter Benzin um 80 Euro.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von McCoy ()

  • Original von JoePotter
    Ich denke nicht dass ein Weltkonzern wie z.b. Toyota Interesse daran ....... Jetzt stell dir vor, ein Toyota wird von einem Force India geschlagen, nur weil der FI nach den Konzeptionen des Toyotas komplett nachgebaut wurde ...

    ... natürlich fehlt noch die Begründung, dass der F1-Sport nicht ohne Grund die absolute Spitze des Rennsports ist. Ich sähe es nur sehr ungern wenn in ein paar Saisonen jeder dahergelaufene Millionär ein Team für z.b. 30 Millionen im Jahr auf die Beine stellen kann. Wo bleibt dann noch dieser Unique-Gedanke der die F1 zu solch einem Mythos gemacht hat?


    Schön wäre es doch, wenn klein Hänschen von nebenan auch einfach mitmischen könnte. Allerdings der Pilot ein Profi bleiben müsste.
    Millionen sind theoretisch überhaupt nicht nötig, um einen Toyota zu schlagen.
    Indy- Technik um 1974, ab 4 Zylinder Turbo, usw., und war für fast jeden ein Kinderspiel. Ausgenommen einem speziellen Schliff der Buchsen. Da lagen Welten von Motor zu Motor.

    F1 lebt zu 98% von Sponsoren und Werbesteuern, das ist nicht gerade ruhmreich dadurch heute F1 zu einem Mythos hochleben zu lassen.
    Die Lobbyisten verteuern alles auch künstlich, ein Trick, auch in VIP-Clubs, um den kleinen Mann dort zu lassen, wo er hin gehört.
    Im Abseits, soll das ruhmreich sein und soll heute DER Mythos sein?

    Top Super Motorsport könnte für alle da sein, und wäre nicht unbedingt unmöglich. 1974er Indy-Gesetze für Russland, China, Indien und Südamerika und Afrika.
    Zuschauertribünen als schwebende "Zeppelin"- Tribünen (Helium), der Sicherheit wegen. Riesig viel Platz für Auslaufzonen, ohne im Kies stecken zu bleiben.
    Neue Arbeitsplätze bedeutet weniger Leid.
    Es wäre sogar möglicherweise interessanter als das heutige F1.
    Und die Lobby in Europa ist zu alt eingesessen, um sich veränden zu können. Unbeweglich wie ein Eisberg, durch das "liebe" Geld.
    Auch zu viel Geld sollte niemals einen Mythos hochleben lassen.

    Ein Indy- Offenhauser- Motor von 1974, 4 Zyl., Turbo, Selbstzündung durch Nitro- Methanol, ohne JEDE Elektronik, mit 1100 PS wurde kürzlich für 27.500 USD versteigert.
    Dieser alte Motor von 1974 verweist heute noch jeden modernsten F1 Motor auf die Plätze, egal wie viele hundert Milliarden Euro Entwicklungskosten bisher in einen F1- Motor hineingesteckt wurden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von McCoy ()

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