2013 im Kino: "Rush" und "1"

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    • 2013 im Kino: "Rush" und "1"

      2013 scheint ja ein gutes Kinojahr für uns Rennfans zu werden.

      Im Oktober startet endlich der Hollywoodstreifen "Rush" der das Jahr 1976 zwischen Lauda und Hunt unter die Lupe nimmt. Und ziemlich unbekannt ist, dass mit "1" noch ein weiterer Film kommen wird, allerdings eine 100%-Dokumentation. Hier: f1fanatic.co.uk/2013/08/28/fir…for-new-f1-documentary-1/ Sieht mMn ebenso richtig gut aus.

      Was denkt ihr über die beiden Filme? Werdet ihr sie euch anschauen? Welche Erwartungen habt ihr? Glaubt ihr, dass sie erfolgreich sein werden?

      :)
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    • Ich freu mich auf beide Filme. Bei Rush natürlich die Befürchtung, dass die Geschichte von 1976 verzerrt wird und aus Lauda und Hunt 2 Todfeinde gemacht werden, die sie nicht waren. Womöglich noch Hunt=der Gute, Lauda=der Böse ähnlich wie im Senna-Film Senna-Prost.
      Von der Doku lass ich mich überraschen, hoffentlich mit vielen Original-Filmen und nicht nur Interviews. Beim Trailer frage ich mich, über wen Scheckter redet, ab 00:48. Zu seinen Worten wird Rindt gezeigt, was aber nicht sein kann. Ich vermute eher François Cevert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rudy ()

    • Rush: noch nicht gesehen und schon einen Fehler entdeckt: Brühl alias Lauda zieht den Feuerschutz vom Gesicht weg und trägt ihn dann wie Kappe. Brühl macht das, als sein Gesicht noch nicht vernarbt ist = vor dem Unfall. Lauda machte das tatsächlich oft, aber erst nach dem Unfall:
      f1miniatures.free.fr/pilotes/niki_lauda.jpg
      Nie hab ich gesehen, das er das vor dem 1. August 1976 gemacht hat. - Aber egal, Rush will ja kein Dokumentarfilm sein.

      Am 12. Oktober zeigt der ORF übrigens eine Doku über das Duell Lauda-Hunt 1976. Weiss im Moment nicht ob ORF 1 oder 2 oder Sport+. - Tipp an die, die ORF empfangen können.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rudy ()

    • Leute, guckt euch auf jeden Fall Rush an. Sehr gut gemachtes Psychoduell! Ich gebe 8 von 10 Punkten. Keine vollen Punkte, weil die Rennszenen mMn etwas abfallen. Weiß aber selbst nicht so genau, was mich daran stört... Egal, trotzdem ein sehr guter Film... vielleicht sogar der beste Rennsportfilm. Erfolgreich scheint er auch zu sein (was mich doch überrascht): 1. Platz Kinocharts in Austria und Platz 3 in der BRD. Gute Werbung für den Motorsport und die F1.

      ^^
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    • Ich glaube, ich werde mir den Film Rush nicht ansehen. Die Charaktere sind mir einfach zu klischeehaft, zu schwarz-weiss. Letzthin eine Szene gesehen, als Lauda 1973 bei BRM war: da gibt er den Mechanikern Anweisungen, was sie tun sollen, das und das und das und das. Er dreht sich weg und die Mechaniker verdrehen die Köpfe à la wie verbohrt ist der denn? Was sollen wir denn noch alles arbeiten? Ich kann nicht glauben, dass das so gewesen ist. BRM wollte doch auch den Erfolg. Ausserdem wird verschwiegen, dass BRM von Lauda Geld wollte fürs Fahren, er also ein Paydriver war. Das gibt dem ganzen eine ganz andere Note. (Dh. ich nehme mal an, das wird verschwiegen.)
      Ausserdem eine Geschichte, wie seltsam BRM mit den Fahrern umging, wie sie Lauda erzählte: im Sommer 1973 traf er sich mit Louis Stanley (BRM-Teamchef) in London und brachte zur Sprache, dass die BRM-Motoren halt zu schwach seien. Da sei Stanley aufgestanden, hätte sich kurz für 5 Minuten entschuldigt, sei dann zurück gekommen und hätte gesagt: er habe eben im Werk angerufen und dort hätten die Techniker 20 PS gefunden. Beim nächsten Rennen spürte Lauda keinerlei Unterschied bei den Motoren. Also einfach ein Riesen-Bluff.

      Also scheint es mir in Rush ähnlich zu sein wie im Senna-Film: Lauda der verbohrte Idiot, Hunt der strahlende Held. Natürlich kann der Regisseur seine Geschichte erzählen und muss nicht den Fakten verhaftet bleiben. Aber dann habe ich auf seine Geschichte keine grosse Lust. Wenn der Film in 2-3 Jahren dann mal im TV läuft, sehe ich ihn mir an - ohne zu bezahlen.
    • Ich habe die Doku gesehen und sie war ok. Ich habe aber bedauert, dass so viele der Rennen überhaupt nicht zur Sprache kamen (Südafrika, Belgien, Monaco, Schweden, Frankreich, Österreich, USA). Dafür zeigte man noch Bilder von Monza 1975, was für mich ziemlich unnötig war. Auch von der technischen Seite hörte man sozusagen nichts: von McLarens Schwierigkeiten mit der Platzierung der Ölkühler, warum Ferrari in Kanada und USA plötzlich so schlecht war. Auch dass Ferrari nach Laudas Unfall den Rückzug aus der Formel 1 erklärte, kam gar nicht vor - obwohl gerade das damals grosses Aufsehen erregte. Zugleich die blöde Entscheidung, beim GP Österreich nicht an den Start zu gehen, beim GP Italien dann wieder mit 3 Autos. Und letztlich die Tatsache, dass Ferrari ab der Hälfte relativ oft technische Defekte hatte, in Le Castellet, in Brands Hatch, vermutlich auch am Nürburgring, in Kanada.

      Zudem wurde mir auch in dieser Doku das Klischee wie im Film schon zu sehr bedient. Ok, ich habe ja weder Hunt und Lauda gekannt, habe also auch nur ein Bild aus Medien und Büchern. Aber gerade daraus habe ich mehrere Belege, wie verbohrt Hunt 1976 den Titel unbedingt gewinnen wollte, also in der Hinsicht gar nicht der legere Playboy war. Auch als McLaren wegen der Ölkühler nicht mehr ein und aus wusste, war Hunt sehr engagiert mit Testen um endlich die Probleme zu lösen.
      Bei Laudas Privatleben dagegen auch überhaupt nicht erwähnt: dass er zwischen 1975 und 1976 die Freundin wechselte. Man könnte den Eindruck bekommen, er hätte die Marlene von Anfang an gehabt und hätte gelebt wie der biederste Ehemann.

      Dann wieder wurde mir auch aus Lauda zu sehr ein Held gemacht. Seine "Auferstehung" 6 Wochen nach dem Unfall in Monza mit dem 4. Platz war natürlich grandios. Der 3. Platz in den USA wurde dann wieder überhaupt nicht erwähnt. Und dass Lauda zwischen Monza und Mosport anscheinend nichts anderes gemacht hat als für den Piloten-Schein zu büffeln und dann die Flugprüfung abzulegen - nichts davon. Für mich war das aber alles andere als professionell, also überhaupt nicht verbissen auf den Erfolg konzentriert. Für mich hat er gerade durch diese blöde Flugprüfung den WM-Titel verpasst, indem er sich besser um die Performance des Ferrari gekümmert hätte. Man vergleiche das z.B. mit 2012, Vettel hätte vor Austin gesagt: ich geh jetzt mal meine alte Mühle in der Schweiz ausbauen statt blöd am Simulator sitzen für Austin und Interlagos.
      Fazit: Lauda war 1976 gar nicht nur der Verbissene, der nur für den Erfolg arbeitete.

      Was auch völlig fehlte: die ziemlich lautstarke Kampagne aller Fahrer (natürlich mit Lauda als Sprecher) für mehr Sicherheit und deshalb die Einigung, nur noch ein letztes Mal auf der Nordschleife zu fahren. Da wird heute überall gelobt, wie sicher die F1 geworden sei und wie toll das doch ist. Aber vergessen geht, wie sehr Stewart und eben auch Lauda Speerspitzen waren damit die Sicherheit erhöht wird. Wie sehr aber wurde Lauda im Juli 1976 als Feigling und Hosenscheisser verunglimpft, der nur Angst habe, am Ring zu fahren. Aus den Auschnitten aus Rush scheint es mir aber eher so dargestellt: nur Lauda habe dort nicht fahren wollen und sich nicht durchsetzen können, während der ach so mutige Hunt den Ring nicht scheute. Ist sicher nicht wahr. Wie sehr war gerade Hunt durch den Peterson-Unfall 1978 erschüttert. Es wurde ja spekuliert, er hätte das nie verwinden können und sei deshalb bald danach zurück getreten.

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    • In Rush wird erwähnt das Lauda sich mit 2 Millionen Schilling bei BRM einkauft und das nicht nur einmal!
      Es wird sogar erwähnt das sein Vater Ihm das Geld nicht geben wollte und Er nen Kredit dafür aufgenommen hat.

      Lauda wird eher als der gradlinige, seinen Prinzipien treu bleibende Mensch dargestellt.
      Hunt hingegen als feiernder Frauenheld der sich manchmal selber im Weg steht aber mit nem riesen Talent und nem extrem Starken Willen zum Siegen gesegnet ist.

      Ich kenne Lauda nicht persönlich muss aber sagen das Daniel Brühl Ihn schon so spielt wie wir Ihn aus der Glotze kennen.

      P.S. Das meist verwendete Wort im Film ist Oarschloch..... :D
    • Riesen-Talent, haha: Es gibt genau 3 Rennen, bei dem Hunt einen gesunden Lauda im Vollbesitz seiner Kräfte und in einem Auto, das keine technischen Defekte hatte, geschlagen hat:
      Zandvoort 1975, Dijon 1977 und Watkins Glen 1977, wobei Lauda bei letzterem auch nur "taktisch" fuhr um sich den noch notwendigen 1 Punkt zu sichern. Also bleiben eigentlich nur 2 übrig. Bei allen anderen Grands Prix, die Hunt gewann oder in denen er sich vor Lauda platzierte, war Lauda in irgendeiner Weise beeinträchtigt oder gar nicht am Start.

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    • Also ich finde nicht das man Lauda als Bösewicht darstellt. Man zeigt ihn als gefühlsloses Arschloch dem sein eigenes Leben und Erfolg wichtiger war als das der Kollegen. Und so ist er ja auch in wirklichkeit. Ein emotionsloser Egoist.

      Aber trotzdem steht er nicht als Bösewicht da. Ich finde Brühl hat Lauda brilliant gespielt. Dafür sollte es einen Oskar geben.
      überhaupt ist das ein Spitzenfilm, den ich mir gestern auch angeschaut habe im Internet.
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