Wer zählt für Euch zu den besten F1 Fahrern der Geschichte

    • Guck doch mal einfach an, was die Leute heute über Clark, Senna und Fangio sagen. Klar, es ist schwer, Vergleiche zwischen den Epochen anzustellen, weil die F1 in den 50ern nicht mehr viel mit dem zu tun hat, was wir heute unter F1 kennen. Aber wenn man eben von den Leuten, die wirklich Ahnung haben (also Teamkollegen, Teamchefs usw), sowas hört, dann kann schon Vermutungen anstellen, wer besser war und wer nicht.
      Am besten wärs natürlich, wenn man alle Fahrer im gleichen Alter im gleichen Auto gegeneinander antreten lässt, in 5 Rennen, in jedem mit nem Auto von ner anderen F1 Epoche.
      Dann hättest du deine Liste. :D
    • Rudy schrieb:


      Im Gegensatz zu Jazzy glaube ich nämlich, dass so mancher der heutigen Fahrer die Hosen voll hätte, wenn er mit den Kisten der 1950er und 1960er Vollgas über die damaligen Strecken geben müsste. Und sie die gewöhnt 3-4 stündige GPs zu fahren? Nein.


      Sowas in der Richtung hab ich nie behauptet.

      Ich sagte bloß das die heutigen Fahrer wohl besser seien aufgrund der besseren Ausbildung und höheren Professionalität.
    • Ich glaube schon, dass viele der heutigen Fahrer sich der früheren Formel 1 mit seinen geringeren Sicherheits- und Technikstandards verweigern würden. Gerade Fangio, Ascari, Farina etc waren große Pioniere ihrer Zeit und das in dem stetigen Wissen, dass ein Unfall mit hoher Wahrscheinlichkeit der Letzte sein kann. Es war früher eine ganz andere Welt, alleine deshalb sind die damaligen Erfolge höher einzuschätzen als heute mit hochgezüchteten Prototypen.
    • RaceFan schrieb:

      Ich glaube schon, dass viele der heutigen Fahrer sich der früheren Formel 1 mit seinen geringeren Sicherheits- und Technikstandards verweigern würden. Gerade Fangio, Ascari, Farina etc waren große Pioniere ihrer Zeit und das in dem stetigen Wissen, dass ein Unfall mit hoher Wahrscheinlichkeit der Letzte sein kann. Es war früher eine ganz andere Welt, alleine deshalb sind die damaligen Erfolge höher einzuschätzen als heute mit hochgezüchteten Prototypen.


      Grundsätzlich muss man sagen das es nicht möglich ist die verschiedenen Epochen zu vergleichen.

      Das die heutigen Fahrer die Formel 1 von den 50er und 60er Jahren verweigern würden, glaube ich nicht. Wenn sie in die damalige Zeit hineingeboren worden wären, würden sie genauso in eine "Schrottkiste" von Fangio steigen. Die Leute kannten es damals einfach nicht anders.

      Vor 40 Jahren wusste noch kein Mensch was das Internet oder das Handy ist. Aber sie konnten auch ohne gut leben, was heute wiederum unvorstellbar wäre.
    • Ich persönlich finde die Anfangsjahre 1950 - 1960 und die Leistungseinschätzungen der dort beteiligten Piloten stark überbewertet. Zweifelsohne waren Fangio und Co. tollkühne Kerle die sich in sprichwörtlich fliegende Kisten setzten und furchtlos um unbefestigte Kurse jagten. Dieser Umstand stellt für alle damals Beteiligten ein gewisses Alleinstellungsmerkmal dar, und es lässt sich bezweifeln das Piloten der Neuzeit sich auf so ein Abenteuer eingelassen hätten. In diesem Punkt kann man von wahren Helden sprechen die ohne Angst und Zweifel viel Riskio auf sich nahmen um in Ihrem Boliden ganz oben aufs Podest zu fahren. Ein Leistungskriterium lässt sich hieraus aber noch lange nicht ableiten.

      Schon allein die Tatsache das die F1 Anfang der 50er noch in den Kinderschuhen stand, als Event noch relativ unbedeutend war somit zwar als warnehmbare aber immer noch Randsportart betrachtet wurde lässt darauf schließen das auch das Interesse Potenzieller Piloten eher bescheiden eine Talentsuche zu diesem Zeitpunkt noch garnicht existent war.

      Was ich damit sagen will ist das wir Anfang der 50er einen quasi zusammengewürfelten Haufen fahrer hatte. Ganz sich gab es auch damals schon ein Auscheidungsverfahren, und die Rennställe haben mehrere Kandidaten testen lassen bevor Sie sich für einen Einsatzpiloten entschieden haben, trotzdem war es in dieser Epoche nicht möglich die Sahne von oben abzuschöpfen weil die Auswahl allein schon sehr begrenzt war. Ich behaupte mal das Piloten der 50er in Boliden der 70er oder 90er gegen größen wie Lauda, Senna oder Schumacher keinen Stich gesehen hätten. Umgekehrt würde ich aber mal die Vermutung in den raum stellen das Senna oder Schumacher Fangio auf 1955er Material schlagen würden. Ich bewundere die Helden der Gründungsjahre für Ihren Mut und Ihre Leidenschaft, und Sie haben zurecht Ihren Platz in der Hall of Fame des Motorsports, aber ich zähle Sie nicht zu den besten.
      «Alonso halte ich auf der Strecke für so stark wie Vettel. Aber Alonso fehlt abseits der Strecke alles, was Vettel bieten kann. Seb bringt sich komplett in die Dynamik einer Mannschaft ein, er sieht sich nie als Einzelkämpfer. Er weiss, dass ohne Herz und ohne Teamgeist gar nichts geht.» (Luca Baldisserri)
    • Was natürlich klar ist, Starsky. Ab den 80ern würde ich sagen, vl auch schon davor, wuchsen die Piloten schon als Kinder mit dem Kart auf. Das gab es früher so nicht. Deshalb sahen Leute wie Berger, der sicher in seiner F1 Zeit ein akribischer Arbeiter war sowohl bei Weiterentwicklugn seiner eigenen Fähigkeiten, als auch bei der Fahrzeugentwicklung, kein Land mehr gegen die besten, die sich schon von Kind auf mit nichts anderem beschäftigten. Clark bspw. war Sohn eines Schafzüchters und machte eine landwirtschaftliche Lehre. Er begann erst mit 18, lokale Rennen zu fahren und hat sich davor höchstens hobbyweise für Autos interessiert. Fangio war zwar schon als Kind Mechaniker, ist aber seine ersten Rennen auch erst Mitte der 30er gefahren. Wenn man da die Fahrer der 80er und später anschaut, oder nehmen wir die jetzigen, Vettel, Alonso, Hamilton, die schon mit 12-15 Kartmeister ihres Landes oder Europas waren, spricht das Bände. Heutzutage wird man einfach schon von klein auf auf das Leben als Toppilot hingetrimmt. Das gabs halt früher nicht, da zählte mehr das natürliche Talent.
    • F1Alonsomaniac schrieb:

      Was natürlich klar ist, Starsky. Ab den 80ern würde ich sagen, vl auch schon davor, wuchsen die Piloten schon als Kinder mit dem Kart auf. Das gab es früher so nicht. Deshalb sahen Leute wie Berger, der sicher in seiner F1 Zeit ein akribischer Arbeiter war sowohl bei Weiterentwicklugn seiner eigenen Fähigkeiten, als auch bei der Fahrzeugentwicklung, kein Land mehr gegen die besten, die sich schon von Kind auf mit nichts anderem beschäftigten. Clark bspw. war Sohn eines Schafzüchters und machte eine landwirtschaftliche Lehre. Er begann erst mit 18, lokale Rennen zu fahren und hat sich davor höchstens hobbyweise für Autos interessiert. Fangio war zwar schon als Kind Mechaniker, ist aber seine ersten Rennen auch erst Mitte der 30er gefahren. Wenn man da die Fahrer der 80er und später anschaut, oder nehmen wir die jetzigen, Vettel, Alonso, Hamilton, die schon mit 12-15 Kartmeister ihres Landes oder Europas waren, spricht das Bände. Heutzutage wird man einfach schon von klein auf auf das Leben als Toppilot hingetrimmt. Das gabs halt früher nicht, da zählte mehr das natürliche Talent.

      Hier mal ein Zitat:

      Berger wechselte zur Formel-1-Saison 1996 zusammen mit Alesi zum Weltmeister-Team Benetton. Bei Benetton versprach sich Berger zum Ausklang seiner Karriere nochmal eine letzte Möglichkeit den Weltmeisterschaftstitel zu gewinnen. Doch bereits beim ersten Test geriet er mit dem auf Schumacher abgestimmten Wagen derart in Schwierigkeiten, dass es ihm unerklärlich schien, wie man damit die Weltmeisterschaft gewinnen konnte. Alesi erging es nicht besser − auch der Franzose kam mit dem nervösen Fahrverhalten des Benetton nicht zurecht. Berger bezeichnete sein Fahrzeug in einem Interview sogar als „unfahrbar“ und erklärte später seinen Respekt vor Schumachers Fahrzeugbeherrschung. Hier zeigte sich, dass Berger erst recht spät zum Motorsport gefunden und nicht wie Schumacher bereits als Kind im Kart gesessen hatte. Dadurch kam er besser mit neutral bis untersteuernd abgestimmten Fahrzeugen zurecht, während Schumacher ein nervöses Heck mit leichtem Übersteuern bevorzugte.

      Die Saison 1996 war eine große Enttäuschung für Berger und Benetton. Nach elf Siegen im Vorjahr gewann das Team kein einziges Rennen. Die größte Chance dazu verpasste Berger, als er in Deutschland eine Runde vor Schluss in Führung liegend ausfiel und Damon Hill den Sieg überließ.[17]
      "Life is about passions - thank you for sharing mine" - Michael Schumacher
    • auch wenn die Piloten der 50er nich so eine tolle Ausbildung genossen wie sagen wir jetzt Vettel oder so, muss man dennoch sagen, dass die Autos früher viel schwerer zu fahren waren. Heute gehts kaum noch um Mut, damals war es sicherlich eines der entscheidensten Kriterien für den Erfolg.
      Im Kart würde ein Fangio gegen einen Vettel vllt abloosen, aber man muss schon sagen, dass die Fahrer in den 50ern schon zu den besten gehörten. Mal abgesehen davon, dass sie immer mit dem Tod aufm Beifahrersitz (wenns einen gäbe) fuhren.^^ Präzision und Abstimmung beim Fahren waren damals auch schon wichtig, das Limit war dagegen viel schwerer zu finden wie heute. Konzentration und körperliche Fitness waren auch von Bedeutung, mit Handschaltung, ohne Servolenkung usw... Lediglich die G-Kräfte waren geringer, deswegen sahen die meisten in den 50ern auch nicht so athletisch aus wie heute.
      Deswegen find ich nicht, dass man sagen kann, dass die in den 50ern nich zu den besten gehörten...
    • Ich denke bei den Pionieren des Sports war die Formel 1 nicht wirklich professionalisiert ,es gab damals vielleicht eine Handvoll Fahrer die wirklich gut waren. Sie mussten einen unfassbaren Mut gehabt haben ,wenn man bedenkt ohne Helm und Gurte um eine ungesicherte Nordschleife zu fahren. Damals spielte das Naturtalent eine größere Rolle als heute. Fangio kam mit 37 nach Europa und gewann prompt 3 Rennen. Man stelle sich vor der wäre 10 Jahre jünger gewesen. Juan Manuel Fangio hätte dann wohl mitte der 60er mit Jim Clark gekämpft ,welches ein episches Duell geworden wäre. Dennoch bin ich der Meinung das Fangio der größte Genius hinter dem Steuer war und das auch immer bleiben wird. Aber jeder Fahrer ,der mal ein Rennen gewonnen hat verfügte über ein riesengroßes Talent. Aber in der F1 entscheiden Kleinigkeiten und manchmal auch das Schicksal ,wie weit man in den Erfolgsstatistiken nach oben kommt.

      Senna ,Mansell und Villeneuve waren die Spektakulärsten.
      Prost ,Stewart und Lauda waren die Professoren.
      Vettel ,Clark ,Ascari und Fangio waren die Stylisten.
      Schumacher ,Brabham und Alonso waren die Arbeiter.
    • DSE-96 schrieb:

      es gab damals vielleicht eine Handvoll Fahrer die wirklich gut waren.

      Dieser Aussage würde ich widersprechen. Die Formel 1 in den Anfangsjahren umfasste zwar nur wenige Rennen, aber daneben gab es viele Rennen, die nicht zur WM zählten, viel mehr als GPs. Und irgendwer stand ja dort auch am Start, wohl kaum nur schwache oder zweitrangige Fahrer. Ich denke, nur weil es die Formel 1 erst seit 1950 gibt, gab es trotzdem schon eine jahrzehntelange Tradition von Autorennen auf höchstem Niveau.
    • Da mir gerade etwas langweilig ist, möchte ich hier gerne etwas von meinem Senf dazu geben:

      - Der Erfolgreichste, da ist die Antwort doch klar, oder? - na ja, vielleicht doch nicht so ganz. Denn gemessen an der Anzahl der gefahrenen Rennen, würde Clark vor Schumacher stehen. Kann man so sehen, muss man aber nicht.

      - Der Beste Fahrer, also Beschleunigen, Lenken, Bremsen, Überholen...usw. Da werden meistens die Herren Fangio, Clark, Senna und Schumacher genannt. Weltweit betrachtet hat Senna da die Nase vorn. Aber stimmt das wirklich?
      Nicht wenige sehen Gilles Villeneuve als den besten Fahrer ever. Und was ist mit Alonso? - schließlich hat er Schumacher geschlagen. Oder ist gar Hamilton der Beste?

      Um sicher herauszufinden wer der Beste aller Fahrer ist bzw. war müsste man:
      A: Alle gegen einander fahren lassen

      B: Allen das gleiche Auto geben

      C: Sie müssten alle etwa gleich alt sein


      In meinen Augen ist tatsächlich Ayrton Senna der beste den es gab. Jeder, der anderer Meinung ist, hat das Recht dazu.
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