Wer zählt für Euch zu den besten F1 Fahrern der Geschichte

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    • 1976 : Hunt wäre niemals Weltmeister geworden hätte Lauda den Unfall auf der Nordschleife nicht gehabt.
      1978 : Das kann man so und so sehen. Ich persönlich traue Peterson keinen Titel zu ,obwohl er ein sehr guter Fahrer und Mensch war. In dem Jahr war Andretti einen Tick ambitionierter. Peterson wusste das er nächstes Jahr nach McLaren wechseln würde und wollte zum Abschluss dem älteren Andretti den Titel nicht wegnehmen.
      1984 : Ohne Rennabbruch in Monaco wäre Prost Weltmeister geworden. Prost schied oft in Führung liegend durch Defekte aus.
      2007 : Mein Fehler. Titel gehört ohne wenn und aber Räikkönen.
      2012 : Wenn wir doch mal ganz ehrlich sind wissen wir doch alle wer den Titel verdient gehabt hätte. Alonso hatte keinen selbstverschuldeten Unfall ,wurde 2 Mal am Start abgeschossen. In den Rennen hätte er normalerweise um die 30 Punkte geholt und die WM wäre entschieden gewesen.
    • Der Unterschied bei Vettel und Alonso war ,dass Vettel durch Defekte ausschied (Schuld des Teams) Alonso machte über die gesamte Saison keine Fehler und wurde von Räikkönen und Grosjean am Start abgeschossen.
      Fernando Alonso war im letzten Jahr einfach der bessere Fahrer.

      Ich glaub ich begründe oben mal meine Titelvergabe. :)
    • Und was hat das damit zu tun? Nichts :D
      Ein Defekt ist halt Pech, so ist das halt, deswegen hat Lauda den Titel nicht weniger verdient ^^

      Sollte Schumacher dann nicht 1999 den Titel in euren Listen bekommen? Er hat durch eine Verletzung 6 Rennen verpasst, ich denke er hätte schon mehr Punkte als Irvine geholt und somit wäre er dann doch Weltmeister geworden ^^
    • DSE-96 schrieb:

      1976 : Hunt wäre niemals Weltmeister geworden hätte Lauda den Unfall auf der Nordschleife nicht gehabt.
      1978 : Das kann man so und so sehen. Ich persönlich traue Peterson keinen Titel zu ,obwohl er ein sehr guter Fahrer und Mensch war. In dem Jahr war Andretti einen Tick ambitionierter. Peterson wusste das er nächstes Jahr nach McLaren wechseln würde und wollte zum Abschluss dem älteren Andretti den Titel nicht wegnehmen.
      1984 : Ohne Rennabbruch in Monaco wäre Prost Weltmeister geworden. Prost schied oft in Führung liegend durch Defekte aus.
      2007 : Mein Fehler. Titel gehört ohne wenn und aber Räikkönen.
      2012 : Wenn wir doch mal ganz ehrlich sind wissen wir doch alle wer den Titel verdient gehabt hätte. Alonso hatte keinen selbstverschuldeten Unfall ,wurde 2 Mal am Start abgeschossen. In den Rennen hätte er normalerweise um die 30 Punkte geholt und die WM wäre entschieden gewesen.


      1976: Da stimme ich dir zu.
      1978: Da stimme ich dir überhaupt nicht zu. Peterson hatte in diesem Jahr einen der allerärgsten Nr.2-Verträge die wohl jemand je gehabt hat. Der durfte sich nie vor Andretti bewegen, hätte dies aber mit der linken Hand geschafft. Zugleich war Ronnie so fair, dass er sich immer an den Vertrag gehalten hat und Andretti immer vorgelassen hat. Lotus hat Peterson oft extra viel Benzin in den Tank geschüttet, damit er nicht Pole Position fährt. Und es wurde gemunkelt, dass wohl der Defekt im Sonntagmorgen-Warmup in Monza auch von Lotus getürkt war: dadurch musste er am Nachmittag mit dem (unsicheren) 1977er Lotus fahren mit den bekannten Konsequenzen. Also hier Ronnie fehlende Ambition vorzuwerfen halte ich für verfehlt: es war halt sein eigener Fehler, dass er 1976 in der Krise Lotus verliess und dann zurückkehren wollte, als das Auto wieder schneller war. Dass man dem Fahrer nicht den roten Teppich ausrollt, der das Team in der Krise im Stich gelassen hat, ist eigentlich klar. Andretti (der Lotus treu geblieben war) wollte sich dann nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und pochte auf einen Nr.2-Vertrag für Peterson.
      1984: Nach meiner Rechnung hatten Lauda und Prost in etwa dieselbe Anzahl Defekte: 5 (Lauda Turbolader-Riss in Estoril noch nicht mal mitgerechnet). Und dass Prost ohne Rennabbruch in Monaco gewonnen hätte, glaube ich nicht: Senna und Bellof waren bei Rennabbruch viel schneller, die 2 hätte Prost niemals halten können und wäre 3. geworden = 4 Punkte. Also 0,5 Punkte weniger als er bekommen hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rudy ()

    • Der Unfall und die nachfolgenden Spannungen mit Enzo Ferrari waren wohl der Hauptgrund, warum er sich von der F1 abzuwenden begann. Ohne das wäre er wohl mindestens bis 1979 bei Ferrari geblieben. Und dann wäre er 1975, 1976, 1977 und 1979 WM geworden. Regazzoni hat mal behauptet, sogar 1978, was ich etwas bezweifle. Aber Regazzonis Begründung war so: Lauda im Ferrari hätte 1978 alle die Rennen gewonnen die Reutemann gewonnen hat + seine eigenen (= die ganz speziellen Lauda-Siege): geht für mich trotzdem nicht ganz auf, weil die Lotus 1978 sehr überlegen waren.
    • DSE-96 schrieb:

      Er betonte ja immer er wäre 1982 nur zurückgekommen um seine Fluglinie besser zu finanzieren.

      Das hat er aber erst später zugegeben: 1982-1983 hat er immer behauptet, das hätte mit seiner Fluglinie nichts zu tun. Geglaubt hat ihm das wohl damals schon keiner.

      Immerhin: wäre er 1979 nach 4 Titeln zurückgetreten und wie gehabt wieder gekommen, wären es mit dem 1984er Titel gesamt 5 gewesen. Absolut möglich ohne Unfall und ohne Ferrari-Abschied im Ärger. Die Brabham-Jahre 1978-1979 waren halt wirklich total verlorene Jahre.
    • Ja, Enzo Ferrari war im Sommer 1976 völlig überfordert mit der Situation und hat gleich mehrere falsche Entscheidungen getroffen. Er war sicher schon mal geprägt durch den Feuerunfall von Lorenzo Bandini 1967, der ja dann Tage nach dem Unfall gestorben ist. 10 Jahre davor hatte er einen Fahrer verloren und 1976 schien das ganze wirklich auf erschreckende Weise zu wiederholen. Da kann man schon irgendwie verstehen, dass Ferrari nicht mehr an Laudas Genesung glaubte. Zum anderen war Ferrari 1976 schon ein alter Mann, der die aktuellen Verhältnisse nicht mehr so genau erfasste - eben z.B. Laudas Zähigkeit.

      Trotz meinem Verständnis für "den Alten" schüttle ich manchmal den Kopf über soviele Fehlentscheidungen - als hätte er den WM-Titel verlieren wollen:
      • gleich in den ersten Tagen nach dem Unfall mit Fittipaldi und Peterson zu verhandeln: die sagten aber beide ab.
      • den Rücktritt aus der F1 zu erklären und wieder zurück zu nehmen
      • in Zeltweg nicht an den Start zu gehen: wie leicht hätte Regazzoni Hunt schlagen können, der ja dort nur 4. wurde...
      • mit nur 1 Wagen in Zandvoort anzutreten
      • in Monza dann wieder mit 3 Wagen zu fahren (eben Reutemann), was das ganze Team wieder überforderte.
      • Forgieri nicht nach Kanada mitzunehmen

      Ich finde Lauda hat aber auch Fehler gemacht: nach dem Rennen in Monza hatte der nichts besseres zu tun als für eine theoretische Flugprüfung zu büffeln. Bis Kanada waren 3 Wochen Pause - und der Typ ist kein einziges Mal ins Rennauto gestiegen!!! Da muss man sich nicht wundern, warum die Ferrari in Kanada und den USA hinterher fuhren. Vor Japan hat man dann wieder getestet und sogar noch eine neue Radaufhängung eingebaut - zu spät. Laudas 2. Fehler war die Aufgabe in Fuji, auch wenn man das verstehen kann kurze Zeit nach seinem schweren Unfall.

      Soweit ich mitbekommen habe, war das bisher Gesagte aber nichtmal das Ärgste. Was Lauda anscheinend am ärgsten zugesetzt hat, war die Tatsache, dass Ferrari ihn nach Fuji abservieren wollte: sie wollten Lauda zum Teammanager machen, was er natürlich ablehnte. Dann waren im November 1976 Testfahrten in Le Castellet und man gab Lauda zu verstehen, er sei dort nicht erwünscht: Reutemann würde testen. Da platzte Lauda der Kragen und er rief Enzo Ferrari an. Der eröffnete ihm, er hätte halt nicht schon in Monza fahren sollen, dann hätte man die WM wenigstens "mit Stil" verloren. Lauda muss Ferrari aufs Ärgste angeschrien haben, er lege sich nicht ins Bett, wenn er kämpfen könne und ausserdem hätten sie die WM auch in Frankreich verloren, wo Lauda Motorschaden hatte - und hängte das Telefon ein. Piero Lardi rief Lauda zurück und meinte: Der Alte dreht durch, er schmeisst dich raus, entschuldige dich bei ihm! Tat Lauda natürlich nicht und setzte sich durch. Aber offenbar war Lauda nach diesem Telefonat so enttäuscht, dass er sich nie mehr wohl fühlte bei Ferrari. Er gab aber zu:"Wenn der Alte Monza sagte, meinte er Fuji. Da bezahlt er für einen Fahrer und dann fährt der Trottel nicht." (so ungefähr zitiert gem Lauda, Protokoll, 1977).

      Ascari oder Fangio? Kann ich echt nicht sagen. Ich muss mich da erst mal ein bisschen mehr einlesen. Mir kommen die beiden ein wenig vor wie Senna (Ascari) und Prost (Fangio): stimmt sicher nicht ganz, aber Ascari vielleicht von Grund auf der Schnellere, Spritzigere, Fangio der Komplettere: sage ich aber mit aller Vorsicht, ich kenne die beiden einfach zu wenig.
    • Bandini war nicht der einzige den Enzo Ferrari in seinem Team sterben sah :
      de Tornaco ,Castellotti ,Musso ,Ascari ,Collins ,Trips ,Hawthorn (hat seine Karriere vor dem Unfall beendet) ,de Portago ,Bandini und Ignazio Giunti.

      Lauda war ein wahrer Überlebenskünstler. Nach so einem Unfall zurückzukommen und im Folgejahr überlegen Weltmeister zu werden ,Hut ab.
    • Das war mir schon klar, Bandini war halt der letzte gewesen und auch mit Feuer und daher vielleicht am prägensten in Erinnerung bei Ferrari Anfang August 1976.

      Der WM-Titel 1977 sieht nach Punkten überlegen aus, war es aber eigentlich nicht. Lauda und Ferrari hatten oft Glück und meistens nicht das schnellste Auto. Ferrari hatte zwischen Spanien und England offenbar eine völlig falsche Entwicklungsrichtung eingeschlagen und das Auto war gar nicht gut: nur mit viel Glück und dem Unvermögen der anderen holte Lauda mit 2. Plätzen in Belgien und Monaco gute Punkte. Und ab Österreich war das Auto auch wieder nicht das schnellste.
      Der Lotus 78 war eigentlich meistens das schnellere Auto, der Brabham-Alfa oft auch: aber Andretti hat manchmal fürchterliche Rennen gezeigt (Belgien 77), ebenso Scheckter (Österreich), und dann hatte Ford im Sommer eine Krise, bei der bei Lotus, Wolf und McLaren massenweise die Motoren eingegangen sind.
      Dagegen war der Ferrari nur manchmal der schnellste, aber absolut verlässlich und zuverlässig.

      Aber es ist interessant, wie sich der Zeitgeist ändert: damals war so der Tenor: Naja, Lauda gewinnt ja fast nie, er wird WM vor allem durch 2. und 3. Plätze - eigentlich unverdient. Das schnellste Auto ist doch der Lotus. - 2012 dagegen wurde Alonso gelobt wegen genau den gleichen Eigenschaften wie Lauda 1977.
      Und 1978 wurde überall die Stallorder gegen Peterson massiv kritisiert à la: Lasst doch Ronnie frei fahren gegen Mario! Ein Skandal, dass Peterson durch den Nr.2-Vertrag so eingebremst wird. - Und heute? Wird Stallorder meist überall gut geheissen als legitimes Mittel. - Fazit: wirklich interessant, wie sich die Zeiten ändern.
    • Was mich aber auch noch verwundert das einige Weltmeister aufgrund des Erreichten eigentlich eine Motorsport-Legende sein müssten ,aber man eigentlich nur wenig bis gar nichts über sie weiß.
      Phil Hill war bisher der einzige Fahrer (und wird es vermutlich für immer sein) der in seinem Weltmeisterjahr 1961 auch noch die 24 Stunden von Le Mans gewann.
      John Surtees gelang es Weltmeister auf 2 und 4 Rädern zu werden.
      Jack Brabham wurde auf seinem eigens konstruierten Wagen Weltmeister.
    • Phil Hill hat man schon ziemlich vergessen, aber der war halt insgesamt nicht so besonders erfolgreich.
      Ich würde aber schon sagen, dass Jack Brabham und auch John Surtees F1-Legenden sind. Es liegt halt alles schon lange zurück und geht halt vergessen und zudem waren beide eher ruhigere Typen, die auch auf der Strecke nicht so auffällig waren, halt auch nicht die absoluten Über-Fahrer.
      Als ich noch jung war und das Team Brabham noch aktiv und erfolgreich war (wenn auch schon unter der Leitung von Ecclestone), also in den 1970ern und frühen 1980ern, war aber der Name Jack Brabham schon noch öfter zu hören war als heute, eben durch die noch lebendige Tradition des Brabham-Teams.
      Im allgemeinen ist es doch so: was schon Jahrzehnte zurückliegt, interessiert im allgemeinen nicht mehr oder nur noch wenige.
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