Mercedes GP Petronas

    • jason93 schrieb:

      Vielleicht hat Ferrari die Mitgift 2009 bewogen, Raikkonen rauszuschmeißen und Alonso zu nehmen, aber warum sollte sie?

      Nicht nur vielleicht sondern ganz sicher denn Räikönnen war nicht schlecht und ihm oder Alonso ein Jahr lang bezahlten Urlaub zu spendieren führt etwas weit. Auch Ferrari hat 20 Millionen nicht einfach so rumliegen.
      Zu den Minardi-Zeiten: Er schlug immer seine Teamkollegen, konnte manchmal in dieser Rotzkarre sogar richtig aufhorchen lassen und zeigte insbesondere in der Quali schon damals seine überragenden Fähigkeiten. Genauso tat er es 2003 im Renault, das kein Meisterauto war. Deshalb ist auch diese Argumentation unschlüssig.

      Du, wir haben uns da gehörig missverstanden. Ich sage ja nicht dass Alonso ungerechtfertigt zu Renault kam, ganz sicher nicht aber ich habe eine ganze Menge unbeantworteter Fragen gestellt:

      1. Was wäre mit Hamilton geschehen, wäre er anstatt zu McLaren und Ron Dennis beispielsweise neben Alonso zu Renault und Flavio Briatore gekommen?

      2. Was wäre beispielsweise mit Yamamoto geschehen, wäre er gleich zu Beginn in einen McLaren gestiegen? Was hätte Senna anstelle von Barrichello im Brawn GP neben Button gemacht?

      Da du sagtest dass Hülkenberg Maldonado schlug frage ich jetzt, ist Di Resta besser als Vettel da Di Resta Vettel 2006 in der Formel 3 schlug? Ich glaube nicht, und Du?
      Maldonado hat 2010 die GP2 gewonnen, ist also auch kein Nodody.
    • Marcus seine Wahrnehmung und Einschätzung über dieverse Fahrer ist sowieso etwas anders. ;)
      Das ein Maldonado kein schlechter ist, sollte ja klar sein. Sonst währe er ja nicht in der F1. Besser wie wir alle ist er sicherlich. Aber er ist eben der typische Mittelklasse Rennfahrer. Nichts besonderes aber auch nicht wirklich schlecht.
    • Zum Alonso-Punkt: Man hatte in gewisser Weise schon genug von Raikkonen, bis auf den Belgien-Sieg war er 2009 nämlich überhaupt nicht stark und blieb auch in der ersten Hälfte 2009 bis zu Massas Unfall hinter dem Brasilianer zurück, genauso wie 2008. Deswegen lag es sowieso ganz nahe, Alonso statt dem Finnen zu verpflichten, die Mitgift tat sicher ihr übriges. Der Punkt ist: Ein Paydriver fährt bei einem Rennstall NUR deswegen, weil er Geld mitbringt, und nicht, weil er entsprechenede Leistungen gezeigt hat. Man darf da nicht am Wortsinn haften, denn wie gesagt, dann wäre auch Sutil mit "Medion" oder Schumacher mit der "deutschen Vermögensberatung" ein Paydriver, und das kann nicht der Sinn des Wortes sein. Also finde ich die Bezeichnung "Paydriver" für Piloten wie Alonso nach wie vor unangebracht, oder zumindest sehr spitzfindig.

      Zu deinen unbeantworteten Fragen:
      1. In gewisser Weise hast du schon Recht, das haben wir hier neulich schonmal diskutiert. Jeder der Topfahrer hatte einen Mentor und Förderer, der Connections hatte und Türen öffnen konnte. Bei Schumacher erst Weber und dann Mercedes-Benz (weil die ihm damals die Mitgift für Jordan gegeben haben), bei Hamilton Ron Dennis und bei Alonso ebenfalls Briatore. Fest steht aber auch: Talent setzt sich durch und zeigt sich. Das beste Beispiel ist Jenson Button, der eigentlich immer schnell und gut war, nur hatte er das Pech, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Früher oder später kommt aber das Glück des Tüchtigen und man landet ganz oben, wenn man wirklich gut ist. Hamilton hätte bei Renault neben Alonso und mit Briatore als Teamchef sicher nicht so gut ausgesehen, schnell wäre er aber trotzdem gewesen. Und früher oder später wäre er deshalb auch dahin gekommen, wo er Meisterschaften gewinnen kann. Maldonado hat Böcke geschossen dieses Jahr, da war ein Hamilton 2007 weit davon entfernt. Außerdem war er teilweise nicht mal schneller als Barrichello. Das ist zu wenig für einen Fahrer, der um Meisterschaften kämpfen können soll laut deiner Aussage. Ganz so einfach ist es nämlich nichtmal in einem Topauto, bestes Beispiel dafür ist Webber.

      2. Hülkenberg legte ähnlich wie Hamilton einen regelrechten Durchmarsch hin und gewann eine Serie nach der anderen Jahr für Jahr. Er war einfach überall schneller als die anderen. Bei Maldonado ist das was anderes. Der dümpelt seit Jahren in der GP2, verliert dann glatt gegen Hülkenberg, und gewinnt dann im 3. oder 4. Anlauf endlich die GP2, wobei er schon mehr Erfahrung mit den Abläufen und den Autos hat als der Rest des Feldes. Und du wirst mir jetzt nicht erzählen wollen, das seit 2010 seine Entwicklung so fortgeschritten ist, dass das kein Gradmesser mehr ist, vor allem in Anbetracht seiner eher mageren Saison bei Williams. Bei Vettel/Di Resta war das ganze schon 5 Jahre her und Seb hat sich (leider :D) zweifelsohne weiterentwickelt, sodass dein Vergleich hier stark hinkt.
      "Demokratie hat ihren Preis. An ihr zu sparen, könnte aber teuer werden." - Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts
    • Di Resta konnte sich bezüglich F1 nicht weiterentwickeln weil er ja bisher DTM gefahren ist.

      Selbstverständlich meinte ich niemals, dass Alonso in gleicher Bedeutung Paydriver ist wie es eben Maldonado oder Perez sind aber eben, bei dem Ferrari Deal war eine Menge Holz von einem Dritten nötig, weil der Deal sonst nicht zustande gekommen wäre.
      Räikönnen 2009 überhaupt nicht stark? Das hätte auch Alonso nicht besser hin bekommen und vor dem habe ich den allerhöchsten Respekt. Der Ferrari war ne Mühle die er beinahe im Alleingang auf den 3. Gesamtrang bekommen hätte.
      Ganz klar, Hamilton wäre schnell gewesen aber Alonso hätte ihn ebenso blass aussehen lassen wie er es bei Massa tut und Hamilton wäre jetzt kein ehemaliger Weltmeister sonder nur ein Talent, der vielleicht mal was grosses schaffen könnte.
      Vielleicht ist Hülkenberg in der Tat wesentlich besser als Maldonado, ich habe den bis zu seiner Poleposition eigentlich nie wahrgenommen.

      "Jazzmaster" schrieb:

      Marcus seine Wahrnehmung und Einschätzung über dieverse Fahrer ist sowieso etwas anders.

      Sorry Jazzmaster aber das muss ich jetzt korrigieren ohne den Lehrer spielen zu wollen. Das "seine" in diesem Satz ist so überflüssig wie die Erwähnung, dass Orangensaft im Allgemeinen aus Orangen gemacht wird. Schreib das nächste Mal einach: "Marcus Wahrnehmung und Einschätzung über dieverse Fahrer ist sowieso etwas anders." oder noch besser: "Marcus Wahrnehmungen und Einschätzungen über diverse Fahrer ist sowieso etwas anders." Um nun darauf zu antworten: stimmt, sie sind meistens wesentlich weniger Rosarote-Brille-lastig, dafür aber einfach objektiver. Ich bin kein Megasupahuppaduppachuliofan eines oder mehrerer Fahrer der eine extrem selektive Wahrnehmung diesen gegenüber hat sondern ich sehe auch die schlechten Dinge die eben der Megasupahuppaduppachuliofan komplett ausblendet.
    • Nunja, ich behaupte mal ganz dreist, dass Alonso 2009 auch in der ersten Saisonhälfte besser gewesen wäre als Massa. Wissen kann man das natürlich nie, aber es liegt eigentlich auf der Hand nach den letzten beiden Jahren. Raikkonen wurde erst danach wieder stärker, als er quasi ohne Teamkollegen die komplette Aufmerksamkeit des Teams hatte. Das sorgte dafür, dass der Iceman wieder motiviert war und diesen tollen Sieg in Belgien landete. Dennoch konnte er 2009 nicht wirklich glänzen. Das war auch ein Grund, weshalb er ausgekauft wurde und nicht Massa.

      Schade, dass du Hulk bis zu seiner Pole nicht wahrgenommen hast, ging aber vielen so. Ich habe ihn schon ein bisschen zu GP2-Zeiten verfolgt, in der F1 dann sowieso und da schlug er sich echt klasse. Ich bin sehr gespannt, ob er das nähstes Jahr im Force India bestätigen kann.

      P.S.: Warum entwickelt man sich in der DTM bzgl. der F1 nicht weiter? Man erweitert doch seinen fahrerischen Horizont, hat harten Konkurrenzkampf und blickt auch mal über den Tellerrand. Ich finde schon, dass diese Entwicklungen auch bezüglich der Königsklasse relevant sind.

      P.S. 2: Wenn man nicht Fan von einem bestimmten Fahrer oder Team ist, fällt Objektivität natürlich leichter, keine Frage. Das schließt aber nicht aus, dass auch "Fans" objektiv sein können und nicht immer nur selektiv wahrnehmen. Ich bin beispielsweise überzeugter Ferrari/Alonso-Fan, erkenne aber an, wenn entweder Vettel ein tolles Rennen macht oder Alonso ein schlechtes. Ich finde aber, dass das Verfolgen des Sports nicht halb so viel Spaß macht, wenn man nicht für irgendjemanden ist.
      "Demokratie hat ihren Preis. An ihr zu sparen, könnte aber teuer werden." - Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts
    • Um nun darauf zu antworten: stimmt, sie sind meistens wesentlich weniger Rosarote-Brille-lastig, dafür aber einfach objektiver. Ich bin kein Megasupahuppaduppachuliofan eines oder mehrerer Fahrer der eine extrem selektive Wahrnehmung diesen gegenüber hat sondern ich sehe auch die schlechten Dinge die eben der Megasupahuppaduppachuliofan komplett ausblendet.


      Danke Herr Lehrer. :)

      Hm... damit spielst du bestimmt auf meine Wenigkeit an mit dem "Megasupahuppaduppachuliofan". Wobei ich jetzt nicht verstehe was das mit Maldonado zutun haben soll oder Alonso da ich von beiden kein "Fan" bin und eine eher neutrale Haltung einnehme. Nach deiner Interpretation hat also nur ein neutraler Motorsportbegeisterter wie du, die Fähigkeit objektiv zu urteilen, auch über Personen zu denen man neutral eingestellt ist.

      Es ist richtig das ich beim Thema Schumacher nicht neutral bin und bei ihm weniger objektiv. Bist du aber ganz genauso, weil du beim Thema Schumacher ebenfalls nicht neutral bist sondern in ihm einer der Fahrer siehst die du am wenigsten leiden kannst. Das brauchste auch garnicht leugnen weil man das als außenstehender sehr gut beobachten kann. Du hast KEINE neutrale Haltung zu Schumacher wie z.b. zu einen Maldonado oder Rosberg oder sonst wen.

      Zu behaupten objektiver zu sein als andere ist eine Anmaßung, da keiner 100% objektiv ist und eine Behauptung die du nicht faktisch beweisen kannst.
    • Und ich finde es einfach nur übertrieben wie man Kimi Raikönnen im höchsten Tönen lobt. Massa hat 2009 mehr geschafft als er das ist so und da lässt sich nichts dran zweifeln und das sage ich jetzt ganz neutral.Schön ich finde es toll dass er wieder kommt aber ihn in jedem Beitrag hochzuloben als wer er der gott der F1 finde ich überzogen . Man sollte nicht nur auf die Leute schauen die zu ihrem Fahrer halten sondern auch zu denen die ein gewissen Hass auf einen Fahrer haben und denn dann bewusst nicht neutral bewerten sondern schlecht machen. Ich nenne hier nurmal einige Beispiele wie Schumacher und Massa die hier immer wieder schlecht gemacht werden.

      Und jetzt würde ich vorschlagen dass wir wieder zu Mercedes kommen ansonsten gibt es Verwarnungen und Punkte..
      Man sollte mal für solche DIskussionen ein eigenes Thema eröffnen können^^
      "Life is about passions - thank you for sharing mine" - Michael Schumacher

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    • jason93 schrieb:

      Nunja, ich behaupte mal ganz dreist, dass Alonso 2009 auch in der ersten Saisonhälfte besser gewesen wäre als Massa. Wissen kann man das natürlich nie, aber es liegt eigentlich auf der Hand nach den letzten beiden Jahren.

      Nein tut es nicht da 2009 etwas nicht ganz unwesentliches mit Massa geschehen ist was ihn wie ich finde zweifelsohne langsamer gemacht hat.
      P.S.: Warum entwickelt man sich in der DTM bzgl. der F1 nicht weiter? Man erweitert doch seinen fahrerischen Horizont, hat harten Konkurrenzkampf und blickt auch mal über den Tellerrand. Ich finde schon, dass diese Entwicklungen auch bezüglich der Königsklasse relevant sind.

      Ganz klar entwickelte sich auch Di Resta weiter aber ein DTM und ein Formel 1 Wagen sind nicht ganz gleich aufgebaut. Bei der DTM fahren sie einander in die Karre und wenn man das in der Formel 1 macht, wird man bestraft und vielleicht schon bald lebenslang gesperrt, solch ein Schwachsinn. Ein DTM Wagen fährt sich anders als ein Formel 1 Wagen, ähnlich wie auch ein Rallye Wagen. Schauen wir uns dazu Räikkönen an der in der Formel 1 zu den besten der besten gehörte, in der Rallye aber nie wirklich stark war. Ob ihn dieser Ausflug zu den Driftkünstlern nun noch schneller gemacht hat werden wir sehen.
      Das schließt aber nicht aus, dass auch "Fans" objektiv sein können und nicht immer nur selektiv wahrnehmen.

      Richtig und das ist mir bei dir auch schon aufgefallen. Bei Jazzmaster hingegen gibt es nur eines, entweder ist Schumacher der Trottel schlechthin (war bis vor einem Jahr noch so) oder aber Gott-gleich wie eben jetzt.

      Jazzmaster schrieb:

      Hm... damit spielst du bestimmt auf meine Wenigkeit an mit dem "Megasupahuppaduppachuliofan". Wobei ich jetzt nicht verstehe was das mit Maldonado zutun haben soll oder Alonso da ich von beiden kein "Fan" bin und eine eher neutrale Haltung einnehme.

      Das hat in der Tat nichts mit Alonso oder Maldonado zu tun sondern eben mit Schumacher aber das war nur zum besseren Verständnis angeführt.
      Es ist richtig das ich beim Thema Schumacher nicht neutral bin und bei ihm weniger objektiv. Bist du aber ganz genauso, weil du beim Thema Schumacher ebenfalls nicht neutral bist sondern in ihm einer der Fahrer siehst die du am wenigsten leiden kannst. Das brauchste auch garnicht leugnen weil man das als außenstehender sehr gut beobachten kann. Du hast KEINE neutrale Haltung zu Schumacher wie z.b. zu einen Maldonado oder Rosberg oder sonst wen.

      Das war einmal, ist nun nicht mehr so. Seit sich Schumacher zu den normalsterblichen Menschen begeben hat und nicht mehr den einzig wichtigen Fahrer in der Formel 1 darstellt ist er mir wesentlich sympathischer und seitdem bin ich ihm gegenüber neutral, auch wenn Du oder sonstwer das nicht glauben da Du die leiseste Kritik am Idol sofort als Gotteslästerung auffasst. Tut mir leid Jazzmaster aber es ist so.

      Ferrarist_ schrieb:

      Ich nenne hier nurmal einige Beispiele wie Schumacher und Massa die hier immer wieder schlecht gemacht werden.

      Ganz genau, dazu zählen kann man auch noch Bruno Senna oder Vitali Petrov die ganz bestimmt nicht schlecht waren, denen aber auch mit Sicherheit das Arbeitsgerät fehlte um wirklich gut zu sein. Hingegen möchte ich dir bei Schumacher widersprechen denn der wurde nicht schlecht gemacht. Letzte Saison hat er unzweifelhaft miserable Rennen abgeliefert die einen bis auf wenige Ausnahmen beliebigen anderen Fahrer sofort den Job gekostet hätten. In dieser Saison war er aber ebenso unzweifelhaft wesentlich stärker und mit Rosberg praktisch gleich schnell was man auch sagen darf. Bei Schumacher ist Kritik aber bei den allermeisten Fans indiskutabel und ein Sakrileg und das sollte auch mal gesagt werden. Wenn man jetzt kommt und sagt, das Schumacher diese Saison gegen Rosberg verloren hat so ist das ein mit Hilfe von Zahlen beweisbarer Umstand den die allermeisten aber nicht akzeptieren und wiederum mit Hilfe der Zahlen und Statistik entkräften wollen. Entweder man misst mit der Statistik oder man lässt es bleiben aber einmal so und ein ander mal anders ist nicht mehr als selektive Wahrnehmung.
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